Israel-Berichterstattung: ARD reagiert auf die Kritik von Andrea Kiewel

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Mit ihrer Meinungsäußerung hat Andrea Kiewel ziemlich viel Wirbel verursacht: Am Donnerstag hatte die Moderatorin des "ZDF-Fernsehgartens" in einem Gastbeitrag für die "Jüdische Allgemeine" scharfe Kritik an einem "Tagesschau"-Beitrag über den israelisch-palästinensischen Konflikt im Gaza-Streifen geübt, der am Dienstag ausgestrahlt worden war". Ihren Informationen nach soll es sich bei den Raketen jedoch nicht um einen Angriff von Israel, sondern um eine Reaktion gehandelt haben. Für die Moderatorin, die vor dem Zeitpunkt selbst vor Ort war, ist diese Einleitung einfach nur unpassend: "Liebe Kolleginnen und Kollegen der ARD, Sie irren sich!" Einen Bericht über die erneute Gewalt-Eskalation in der Grenzregion zwischen Israel und dem Gazastreifen beginnt mit den Worten: "Nach schweren Angriffen der israelischen Armee auf den Gazastreifen". "Ich war dabei. Zwar nackt und unter derDusche, aber ich war live dabei, als die - was diese Auseinandersetzungbetrifft erste - Rakete von Gaza aus abgefeuert und 45 Sekunden später vom‚Iron Dome' über Israel abgefangen und zerstört wurde". Und die sieht nach ihrer Auffassung so aus: "Zuerst beschoss Gaza Israel mit Raketen, dann verteidigte sich Israel mit einem militärischen Manöver". "Liebe Kolleginnen und Kollegen der "Tagesschau", ich unterstelle Ihnen gewiss keine bewusste Falschmeldung". Der Beitrag würde fälschlicherweise den Eindruck erwecken, " Israelhätte angefangen mit den Raketen. "Dennoch komme ich nicht umhin, mich zu fragen, wie gestandenen Journalisten so ein Fehler unterlaufen kann?", fragt Kiewel. "Ich war dabei", so Kiewel in ihrem Beitrag.

Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt, dass sie dafür beide Hände ins Feuer legen würde.

Und sie fügt hinzu: "Man muss Israel nicht mögen. Man muss aber, wenn man Journalist ist, die Wahrheit berichten", erklärt sie.

Es sei ihre Pflicht gewesen, wahrheitsgemäß über politische Ereignisse zu berichten.

Und dazu gehört auch, dass man die zeitliche Reihenfolge von Geschehnissen einhält.

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