Emirate - Ölriese Saudi Aramco ist profitabelsten Unternehmen der Welt

Emirate - Ölriese Saudi Aramco ist profitabelsten Unternehmen der Welt

Der operative Gewinn (Ebitda) ist fast drei Mal so hoch wie bei Apple. Doch jetzt ist alles anders: Nicht Apple fährt die höchsten Gewinne ein, sondern ein Konzern aus Saudi-Arabien.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen nach Angaben der Ratingagentur Fitch einen Vorsteuergewinn von 224 Milliarden Dollar gemacht, nach Angaben der Ratingagentur Moody's betrug der Gewinn nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen allerdings nur noch 111,1 Milliarden Dollar.

Mit dem erzielten Gewinn stellt Saudi Aramco die bekanntesten Ölkonzerne der Welt in den Schatten. Die Profite von Chevron und Exxon Mobil aus den USA, von BP aus Großbritannien, dem britisch-niederländischen Rivalen Royal Dutch Shell und Total aus Frankreich machten 2018 knapp 80 Milliarden Dollar aus - allerdings zusammengerechnet. Mit einem Nettoeinkommen von 59,5 Milliarden US-Dollar belegt Apple nun den zweiten Platz, gefolgt von Samsung mit 35,1 Milliarden US-Dollar.

Welche Konzerne weltweit am meisten Gewinne erwirtschaften, sehen Sie im Video oben.

Bisher schwieg der saudische Ölkonzern über seine Gewinnzahlen. Doch jetzt will Saudi Aramco erstmals Anleihen an Investoren verkaufen und so rund zehn Milliarden Dollar Kredit aufnehmen. Für diese Schuldscheine braucht der Konzern aber eine Ratingnote, die Aufschluss über seine Zahlungsfähigkeit gibt. Hintergrund ist, dass Saudi Aramco derzeit die Übernahme eines 70-Prozent-Anteils am saudiarabischen Petrochemiekonzern Sabic anstrebt. Aramco strebt seit Jahren in Richtung Börse.

Der Börsengang wäre einer der bisher größten geworden: Fünf Prozent der Unternehmensanteile wollte man für insgesamt 100 Milliarden Dollar unter die Anleger bringen.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, der die treibende Kraft hinter dem Umbau der saudischen Staatswirtschaft ist, musste die Pläne für den ambitionierten Börsengang daher letztlich zurückstellen.

Die nun veröffentlichten Zahlen zeigen, dass Saudi Aramco für Aktionäre wohl tatsächlich ein schlechtes Investment gewesen wäre. Er krempelt die heimische Wirtschaft des Königsreichs um und will sie mit seiner Reform "Vision 2030" breiter aufstellen. Dafür sorgen die überrissenen Steuern, die der Konzern zahlen muss: Rund die Hälfte des Bruttogewinns fließt in Form von Abgaben in die Staatskasse. Im Zuge dessen erhielten die Ratingagenturen Moody's und Fitch Einblick in die Bücher. Grund ist der enorme Einfluss des Staates auf den Konzern: Die Königsfamilie kann nach Belieben die Steuern und andere Abgaben senken oder erhöhen.

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