Hackergruppe dringt in Systeme von Bayer ein

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NDR war die Schadsoftware bis Ende März im Netzwerk des Konzerns zu finden.

Der Dax-Konzern Bayer ist Opfer eines möglicherweise staatlich beauftragten Hackerangriffs geworden. Seit wann die Schadsoftware aktiv war, konnte das Unternehmen demnach nicht sagen. Die Hackergruppe Winnti, die im Auftrag des chinesischen Staats agieren soll, soll auch hinter dem Cyber-Angriff auf ThyssenKrupp 2016 stecken. IT-Sicherheitsexperten als auch deutsche Sicherheitsbehörden vermuten, dass die Bande aus China stammen. Die DCSO wurde vor drei Jahren von den Unternehmen BASF, Allianz, Volkswagen und Bayer gegründet. Rohr sagt, Unternehmen müssten sich die Frage stellen, "wie groß die Kompromittierung, sprich der Befall im gesamten Netzwerk" sei. Die "Winnti"-Gruppe sei bekannt dafür, sich sehr stark auszubreiten. Dabei wurden insbesondere Systeme an der Schnittstelle vom Intranet zum Internet (Bayer DMZ) infiziert und von dort aus versucht, Zugang zu weiteren Systemen zu erhalten", erklärte Bayer". Die Hacker sollen hochprofessionell vorgegangen sein. Allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass auch Daten von Bayer abgeführt wurden. Ein mit der "Winnti"-Schadsoftware infiziertes System hatten Datenjournalisten des BR mit Hilfe eines Netz-Scans gefunden und daraufhin den Konzern kontaktiert".

Nach Angaben von Bayer haben die Experten des Cyber Defense Centers die betroffenen Systeme identifiziert, analysiert und bereinigt.

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Der Konzern stellte Strafanzeige. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln seien noch am Laufen. Nach Informationen von BR und NDR hatten die Angreifer mehr als ein Jahr lang Zugriff auf das Firmennetzwerk. Das für IT-Sicherheit zuständige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilt auf Nachfrage mit, dass es sich um Firmen handele, die im Bereich "Chemie, Maschinen- und Anlagenbau sowie Software" tätig sind.

Der Schuldige? Ex-BND-Präsident Gerhard Schindler verweist darauf, dass solche Angriffe immer schwer zuzuordnen sind, aber auch er hat China auf der Liste. Zu 100 Prozent ließe sich das nicht beweisen.

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