Real-Supermärkte vor dem Aus - Tausende Arbeitsplätze in Gefahr | Wirtschaft

Die Real-Märkte sollen verkauft werden

Sollte Real nicht weitergeführt werden, könnte der Käufer die 65 Objekte an jemand anderen vermieten. Käufer stehen auch schon bereit.

Die Verkaufspläne des Handelskonzerns Metro für seine Tochter Real stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.

Düsseldorf - Die Supermarktkette Real könnte bald Geschichte sein. So ging bereits die Globus-Kette nach der Übernahme eines Real-Marktes vor. Darüber berichtet das Handelsblatt.

Real betreibt aktuell 279 Filialen und beschäftigt 36.000 Mitarbeiter. Der Umsatz liegt zwar noch über 7 Milliarden Euro, ist aber seit vielen Jahren rückläufig.

Metro will Real nur im Komplettpaket abgeben, hieß es im September vergangenen Jahres. Konzern-Chef Olaf Koch sagte: "Wir streben an, Real als Ganzes zu verkaufen, und werden nur ernsthafte Interessenten in Betracht ziehen". Nach Informationen des "Handelsblatts" fällt die Wahl zwischen zwei Investoren: der x-bricks AG und Redos. Ein Metro-Sprecher wollte dies aber nicht bestätigen. Beide Interessenten sollen rund 900 Millionen Euro für Real geboten haben. Im Februar hatte Klaus Gehrig, Chef der Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch Kaufland gehört, sein Interesse an den Real-Märkten öffentlich gemacht: "Wir sind in Gesprächen, ob wir gut 100 Märkte bekommen". Nach dieser Zeit bestand keine Verpflichtung mehr, die alten Mitarbeiter zu übernehmen. Wahrscheinlich wird es dazu gar nicht mehr kommen. Die Verhandlungen mit potenziellen Käufern befinden sich bereits in den finalen Zügen. Die könnten ihre eigenen Märkte in den Räumlichkeiten eröffnen. Finanzierung und sogar Leitung der neuen Märkte seien bereits in Planung.

Den Angestellten von Real droht die Entlassung. Auf Plakaten stand, dass Real "zum Schlachthof" geführt werde.

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