Gericht gibt französischem Landwirt im Streit gegen Monsanto Recht

Bayer AG Bauer gewinnt Rechtsstreit gegen Monsanto

Im Rechtsstreit um Gesundheitsschäden mutmaßlich durch ein Unkrautvernichtungsmittel der Bayer-Tochter Monsanto hat ein französischer Landwirt erneut Recht bekommen. Er fordert von Monsanto Schadenersatz in der Höhe von über 1 Million Euro. Das Berufungsgericht in Lyon entschied am Donnerstag, Monsanto sei wegen "fehlerhafter Produkte" verantwortlich. Der Mann führt seine schweren Gesundheitsprobleme auf den inzwischen verbotenen Unkrautvernichter Lasso zurück, den er früher auf seinen Feldern verbreitete. Der Landwirt ist der Ansicht, seine neurologischen Schäden seien durch das seit 2007 in Frankreich verbotene Mittel ausgelöst worden. Die verschiedenen Instanzen gaben dem Landwirt Recht. Monsanto ergriff in der Folge Rechtsmittel. Für Bayer, der das amerikanische Unternehmen erst 2018 übernommen hat, entwickelt sich Monsanto zum Alptraum: der deutsche Chemieriese hat Dank der Monsanto-Urteile seit August 2018 rund 30 Milliarden Euro Börsenwert verloren. Er habe er Gedächtnislücken, unerklärliche Kopfschmerzen und Sprachschwierigkeiten.

Monsantos Rechtsanwälte sahen keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen den Gesundheitsproblemen von Paul François und dem Herbizid. Monsanto stritt jedoch weiter, so dass im Februar das jetzt abgeschlossene Verfahren startete.

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