Neuer Verdacht der Software-Manipulation bei Daimler

60'000 Fahrzeuge sind betroffen Der Mercedes Stern dreht sich in Stuttgart

Derzeit drohen wohl 55.000 Autos des Modells "GLK" zurückgerufen zu werden. Nun erhebt die Behörde erneute Vorwürfe: Der Autobauer soll eine bisher unbekannte Schummel-Software verwendet haben.

Laut Zeitungsbericht wirft das Bundesamt dem Unternehmen zudem vor, es habe versucht, die Schummel-Software durch spätere Updates unbemerkt zu entfernen.

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) habe ein formelles Anhörungsverfahren gegen den Autohersteller wegen Verdachts auf eine weitere "unzulässigeAbschaltvorrichtung" eingeleitet, berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag".

Das Mercedes Benz Logo for einer Filiale in Kairo, Ägypten.

Die Behörde war dem Bericht zufolge bereits im Herbst 2018 auf die umstrittene Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen. Weitere Emissionsmessungen bei einem GLK-Modell hätten den Verdacht dann erhärtet. So werde der gesetzliche Grenzwert für Stickoxide im Neuen Europäischen Prüfzyklus (NEFZ) nur eingehalten, falls die sogenannte Kühlmittel-Sollwert-Temperaturregelung aktiv ist. Im Strassenbetrieb werde die Funktion dagegen deaktiviert und der Grenzwert von 180 Milligramm pro Kilometer deutlich überschritten. - Ein Daimler-Sprecher bestätigte dem Blatt das Anhörungsverfahren und erklärte, mit der Behörde vollumfänglich zu kooperieren. Daimler musste vergangenes Jahr auf Anordnung des KBA schon mehrfach Fahrzeuge zurückrufen, davon 280.000 in Deutschland. Aus dem Softwarefund könnte sich ein massenhafter Rückruf an Daimlerautos entwickeln. Ob, und warum dies geschehen ist, wollte ein Daimler-Sprecher aus rechtlichen Gründen nicht beantworten. "Die Behauptung, dass wir mit der freiwilligen Service-Massnahme etwas "verbergen" wollen, ist unzutreffend, sagte der Sprecher".

In der Dieselaffäre gibt es bei Daimler einen neuen Verdacht der Manipulation von Software für die Abgasreinigung.

Die Ursache für die Verzögerung der Nachrüstungen liege "allein darin, dass die Hersteller noch die notwendigen technischen Unterlagen" zur Freigabe der Software-Updates an das KBA liefern müssten, so das Verkehrsministerium.

Related:

Comments

Latest news

Los Angeles/USA: Weltgrößtes Flugzeug Stratolaunch absolviert ersten Testflug
Neben Trägersystemen für Satelliten entwickeln Firmen derzeit auch Raumschiffe, die einmal Touristen ins All befördern sollen. Der Nasa-Astrophysiker Thomas Zurbuchen bezeichnete diesen Jungfernflug als ein historisches Ereignis für das US-Unternehmen.

Bericht: US-Regierung wollte Migranten gezielt in demokratische Städte bringen
Als der Vorschlag einige Monate später erneuert aufgebracht wurde, habe die Behörde ihn als "unangebracht" zurückgewiesen. Am Freitagabend verknüpfte er die Drohung mit seiner Forderung nach einem auf "Leistung" basierenden Einwanderungssystem.

Gericht gibt französischem Landwirt im Streit gegen Monsanto Recht
Das Berufungsgericht in Lyon entschied am Donnerstag, Monsanto sei wegen "fehlerhafter Produkte" verantwortlich. Monsanto stritt jedoch weiter, so dass im Februar das jetzt abgeschlossene Verfahren startete.

Amazon-Mitarbeiter lauschen Alexa-Gesprächen
So kann der Maschinenlern-Spracherkennungsalgorithmus mit den Erkenntnissen der professionellen Lauscher trainiert werden. Bis zu 1000 Alexa-Aufzeichnungen pro 9-Stunden-Arbeitstag kann ein einzelner dieser Amazon-Mitarbeiter abhören.

Ella Endlich: ER ist ihr neuer Freund!
Erst gestern machte Ella Endlich ihre neue Liebe öffentlich und zeigte ein Bild von sich und ihrem neuen Freund bei Instagram . Einige Follower scheinen bereits eine - anscheinend nicht ganz ernst gemeinte - Vermutung zu haben.

Other news