Amazon: Mitarbeiter streiken an mehreren Standorten in der Karwoche

Amazon Gewerkschaft Streik Verdi	Bildquelle Hubert Thiermeyer

Gestreikt wird am größten deutschen Standort im osthessischen Bad Hersfeld, in Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen) sowie in Koblenz (Rheinland-Pfalz). Das gab die Gewerkschaft Verdi am 15. April 2019 bekannt. Die Mitarbeiter in Koblenz legen die Arbeit nur am Montag nieder. Nach diesem Motto wollen wir eine spürbare Lohnerhöhung in der Tarifrunde des Einzel- und Versandhandels Hessen durchsetzen. Hintergrund ist laut Verdi die anstehende Einzelhandelstarifrunde in den Ländern. Verdi hat nicht genügend Mitglieder bei Amazon, um den Betrieb zum Erliegen zu bringen, es kommt aber immer zu Einschränkungen des Betriebs. Sie wollen damit auch die Willkür eines Handelsunternehmens beenden, das seine Beschäftigten mit Arbeitshetze und umfassenden Kontrollen unter Druck setzt. Urlaubsgeld fehlt bei Amazon nach Gewerkschaftsangaben komplett, das Weihnachtsgeld sei deutlich niedriger als das tarifliche. Amazon verweigerte von Anfang an Gespräche mit Verdi.

"Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal".

Die Gewerkschaft Ver.di nimmt das Ostergeschäft bei Amazon ins Visier: Sie hat vor den Feiertagen eigenen Angaben zufolge zu einem Arbeitsausstand bei dem Versandhändler aufgerufen. "Das verlangen die Beschäftigten auch von Amazon", sagte ver.di-Vorstand Stefanie Nutzenberger. Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist.

Beschäftigte von Amazon in Deutschland sind in einen teils mehrtägigen Streik getreten. Nach 24 Monaten sind es in Bad Hersfeld im Durchschnitt 2.266 Euro brutto im Monat, inklusive leistungsbezogene Boni und Jahressonderzahlung.

Seit Jahren fordert ver.di eine Bezahlung der Amazon-Beschäftigten des Onlineriesen nach den Tarifen des Einzelhandels.

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