Stadler Rail mit fulminantem Börsendebüt

Stadler-Rail-Besitzer Peter Spuhler hat Grund zur Freude hier am Zürcher Sechseläuten vom 8. April 2019

Der Schweizer Zugbauer Stadler ist am Freitag stark an der heimischen Börse Six Swiss Exchange gestartet. Den Handel aufgenommen hatten sie mit 42 CHF. Der erste Kurs lag bei 42 Franken (37,2 Euro) und damit um rund 11 Prozent über dem Ausgabepreis von 38 Franken. Die Börsenkapitalisierung beläuft sich damit aktuell auf gut 4.1 Mrd. CHF. Sämtliche der bisher platzierten 35 Millionen Namenaktien stammen aus Spuhlers direktem und indirektem Besitz. Frisches Kapital sammelte Stadler im Rahmen des Listings also nicht ein. Platziert wurden die Aktien nun aber vor allem bei institutionellen Anlegern wie Pensionskassen oder Anlagefonds, wie dies bei Börsengängen üblich ist, hiess es aus Marktkreisen. "Ich bin natürlich glücklich, dass wir bereits 10 Prozent im Plus liegen", so der Unternehmer in der "Tagesschau am Mittag" von SRF. "Da die Aktie x-fach überzeichnet worden ist, gibt es natürlich massive Kürzungen in der Zuteilung. Da können wir jetzt auch nichts dagegen unternehmen", so Spuhler weiter.

Spuhler hatte den Börsengang unlängst in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" erklärt. "Das Geld ist nicht für mich, sondern bleibt in der PCS Holding", so der Unternehmer.

Die Branche befindet sich in einer Konsolidierungsphase. "Auch müssen wir genügend Kapital bereitstellen, um in neue Technologien investieren zu können, zum Beispiel die Signaltechnik".

Das Unternehmen aus Bussnang ist der dritte Neuzugang an der Schweizer Börse SIX im laufenden Jahr. "Zurzeit läuft die Wirtschaft aber hervorragend, und es gibt keine Möglichkeiten". Sein Vermögen wird vom Wirtschaftsmagazin "Bilanz" auf 2 bis 2.5 Milliarden Franken geschätzt. Stadler Rail wird auf einen Wert von rund vier Milliarden Franken kommen. Es seien ungefähr gleich viele Aktien an Privatanleger und Profi-Investoren gegangen, erklärten Experten.

Stadler Rail gilt als Perle der Schweizer Industrie.

Dem fulminanten Start konnten allerdings nicht viele Journalisten beiwohnen.

Stadler stellt unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Trams und Zahnradbahnen her. Derzeit arbeiten 8'500 Mitarbeiter für Stadler. Vor 30 Jahren, als Spuhler die Firma übernahm, waren es noch deren 18.

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