Kosten- und Preisdruck sorgen für schwaches Lufthansa-Quartal

Höhere Treibstoffpreise sorgen für Verluste bei der Lufthansa

Lufthansa-Finanzvorstand Ulrik Svensson äußert sich jedoch zuversichtlich, dass sich das in den Sommermonaten wieder zugunsten der Lufthansa ändern könnte. "Wir sehen für das kommende Quartal eine gute Buchungslage", lässt er sich in einer Mitteilung zitieren. "Zugleich haben wir unser Wachstum deutlich reduziert", sagte der Manager bei der unerwarteten Vorlage der Eckdaten am Montagabend in Frankfurt.

Lufthansa nennt drei Hauptfaktoren für dieses schlechte Ergebnis: Zum einen sind die Treibstoffkosten konzernweit um 202 Millionen Euro gestiegen.

Die zuletzt recht erfolgsverwöhnte Lufthansa Group musste im ersten Quartal 2019 deutlich Federn lassen: Zwar konnte in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres auf vorläufiger Basis ein Umsatz von 7,9 Milliarden Euro (plus 3 Prozent) erwirtschaftet werden.

Hinzu kam ein Preiskampf unter den Airlines in Europa. Allerdings profitierte die Lufthansa im vergangenen Jahr noch von einem starken Passagierandrang nach der Pleite der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin.

Die ausführlichen Ergebnisse des ersten Quartals 2019 veröffentlicht die Deutsche Lufthansa AG am 30. April 2019.

Die Netzwerkairlines haben im ersten Quartal 2019 ein Ergebnis von -160 Millionen Euro (Vorjahr: 128 Millionen Euro) erzielt. Bei Eurowings belief sich der Rückgang aufgrund des höheren Anteils an Kurz- und Mittelstreckenflügen auf 8,5 Prozent. Die Stückkosten (ohne Treibstoff) gingen im ersten Quartal bei den Netzwerkairlines um 0,8 Prozent und bei Eurowings um 7,2 Prozent hinunter. Allerdings sind die stark gestiegenen Treibstoffkosten in diesen Zahlen nicht enthalten. Da sich das Wachstum im europäischen Luftverkehr auch insgesamt reduzieren wird, rechnen wir wieder mit einem Anstieg der Stückerlöse. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet die LufthansaGroup unverändert mit einer Adjusted EBIT-Marge von 6,5 bis 8,0 Prozent. Dazu trage auch die weiterhin gute Nachfrage auf Langstreckenflügen insbesondere nach Nordamerika und Asien bei.

Damit würde die Lufthansa trotz mehr Flügen und höherer Erlöse eher weniger verdienen als 2018. LSG hat im ersten Quartal ein Ergebnis von 2 Millionen Euro erreicht (Vorjahr: 1 Million Euro). Der operative Quartalsverlust sei noch höher ausgefallen, als selbst die größten Pessimisten unter den Experten erwartet hätten, schrieb Analyst Michael Kuhn von der französischen Bank Societe Generale.

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