Lügde: Neue Datenträger bei Abriss auf Campingplatz gefunden

Teilweise abgerissene Camping-Parzelle

Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Ob sich darauf Kinderpornos befinden ist noch unklar. Demnach sei bei den Abrissarbeiten ein Hohlraum freigelegt worden zwischen zwei Bodenplatten. Am Donnerstag hatte dann nicht die Polizei, sondern der Abrissunternehmer eine CD und zwei Disketten "im Zwischenraum des doppelten, fest verbauten Holzbodens im Wohnwagen des Beschuldigten gefunden" worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit.

Düsseldorf/Lügde - Jetzt soll der Kindesmissbrauchs-Skandal von Lügde auch politische Konsequenzen tragen - zumindest, wenn es nach der Opposition geht.

Nachdem die Polizei Ende März den Tatort freigegeben hatte, bestand der Eigentümer des Campingplatzes auf Räumung der Parzelle. Der Abrissunternehmer, der das Grundstück gerade einebnet, hatte die Datenträger gefunden und der Polizei übergeben. Die Polizei in Bielefeld, die die Ermittlungen durchführt, bestätigte den Fund.

Auch wegen weiterer Versäumnisse der Ermittler hat sich der Fall Lügde zu einem Polizeiskandal entwickelt. Zunächst im Dezember, nach der Festnahme des Hauptverdächtigen, damals noch unter der Leitung der Kriminalpolizei Detmold.

Auf dem Campingplatz in Lügde soll der 56-jährige Dauercamper mit einem Komplizen (33) über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Es stellte sich heraus, dass Das Auto und ein weiterer Campingwagen des Hauptverdächtigen bis dahin noch nicht inspiziert worden waren - und auch keine DNA-Spuren gesichert worden waren. Eine weitere CD sei später im Schutt des bereits zerstörten Wohnwagens gefunden worden, heisst es im Bericht. Bisher habe erst eine CD teilweise ausgelesen werden können. Ergebnis: Es wurden weitere Datenträger sichergestellt. Aufgrund der Auswertungen des Materials sprechen die Ermittler derzeit davon, dass es 40 Missbrauchsopfer gibt. Es könnte sein, dass die Zahl noch steigt. Zudem sollen Jugendämter frühe Hinweise auf den sexuellen Missbrauch falsch eingeschätzt haben.

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