Nächste Batteriegeneration: Daimler beteiligt sich an Sila Nano

Daimler beteiligt sich an kleinem Start-up für Batterie-Technologie

Daimler habe die neue Finanzierungsrunde von Sila Nanotechnologies angeführt, bei der das Start-up 170 Millionen US-Dollar (rund 150 Millionen Euro) einsammeln konnte, teilte das US-Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Alameda am Dienstag mit. (Sila Nano) erworben. Daimler verspricht sich von der nächsten Batterien-Generation höhere Leistung, schnelleres Laden und größere Reichweite. Der Stuttgarter OEM nennt das im Jahr 2011 gegründete Unternehmen in einer Mitteilung einen führenden Entwickler von neuen Batteriematerialien, die heutige Lithium-Ionen-Technologien übertreffen. Das Unternehmen nutzt das Potenzial von Silizium, skalierbare Batterien mit hoher Energiedichte zu realisieren, heißt es. Dies bietet neue Möglichkeiten der Elektrifizierung von Verbrauchergeräten bis hin zu Elektrofahrzeugen und darüber hinaus. Neben Daimler beteiligte sich auch Siemens an Nano Technologies.

"Wir sind auf dem Weg zu einer CO2-freien Mobilität". Die Fortschritte, die Sila Nano in Bezug auf die Batterieleistung erzielt hat, sind vielversprechend.

Die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien ist noch lange nicht am Ende und auch bei der potenziellen Nachfolgerin mit Feststoff-Elektrolyt ist die optimale Werkstoffkomposition noch nicht gefunden. Damit ist sie ein integraler Bestandteil unserer Forschung- und Entwicklung. Wir decken dabei von der Grundlagenforschung bis hin zur Serienentwicklung alle Schritte ab. Dabei stehen die kontinuierliche Optimierung der aktuellen Generation der Li-Ionen Systeme, die Weiterentwicklung der am Weltmarkt zugekauften Zellen und auch die Erforschung der nächsten Generation von sogenannten "Post-Lithium-Ionen-Systemen" im Mittelpunkt. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Daimler. Es ersetzt herkömmliche Graphitelektroden durch Verbundstoffe, in denen Silizium dominiert.

Mercedes-Benz drückt bei der Elektrifizierung des Automobils mächtig aufs Tempo. Daimler geht davon aus, dass Elektromodelle bis 2025 bereits 15 bis 25 Prozent des Gesamtumsatzes von Mercedes-Benz Cars ausmachen werden.

Mercedes-Benz Cars investiert rund 10 Milliarden Euro in die Erweiterung seines Produktportfolios der Marke EQ. Der Vorteil: Daimler braucht weder eine neue Batterietechnologie, noch neue Produktionsstätten. Der globale Batterie-Produktionsverbund wird künftig aus neun Fabriken auf drei Kontinenten bestehen.

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