Zivilisten bei Raketenangriffen auf Tripolis getötet

Kämpfe in Tripolis

Bei Raketenangriffen auf die libysche Hauptstadt Tripolis sind mindestens zwei Zivilisten getötet worden.

Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, erschütterten mindestens sieben heftige Explosionen das Stadtzentrum von Tripolis. Aus einem Stadtteil im Süden der Hauptstadt stiegen nach Angaben von Augenzeugen dichte Rauchwolken auf. Bei den heftigen Gefechten wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon mindestens 174 Menschen getötet.

Die Kämpfe flammten auf, nachdem der mächtige General Chalifa Haftar seinen Truppen den Vormarsch auf Tripolis befohlen hatte. Mehr als 750 Menschen seien verletzt worden, darunter 36 Zivilisten.

Es war das erste Mal, dass das Stadtzentrum von Tripolis von den Gefechten betroffen war. Die 2016 aufgrund eines von der UNO vermittelten Abkommens eingesetzte Regierung in Tripolis hat wenig Einfluss und ist weitgehend auf die in der Stadt und dem Umland herrschenden Milizen angewiesen. Zudem kündigte er eine Klage gegen Haftar wegen Kriegsverbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an.

Seit rund zehn Tagen finden Gefechte um die libysche Hauptstadt Tripolis statt.

In New York verhandelten Mitglieder des UN-Sicherheitsrat über einen Resolutionsentwurf Großbritanniens, der eine sofortige Waffenruhe in Libyen fordert. Dabei brachte das mit Haftar verbündete Russland Einwände gegen Hinweise vor, die den abtrünnigen General kritisierten. Vom UNO-Sicherheitsrat verabschiedete Resolutionen sind rechtlich bindend. "Es kommt auf sie an, nicht auf uns", sagte er ohne genauer auf Unstimmigkeiten einzugehen.

Ein Regierungsvertreter in Tripolis sprach anschließend von zwei Toten und acht Verletzten.

Khalifa Haftar ist Kommandeur der Libyschen Nationalarmee (LNA), die den Osten des Landes kontrolliert.

Seit dem mit westlicher Hilfe erreichten Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 steckt Libyen im Kriegschaos.

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