EU stellt Vergeltungszollpläne gegen USA vor - Wirtschaft

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström betonte dass die neuen Sonderzölle nur dann eingeführt werden sollen wenn sich der Subventionsstreit mit den USA nicht durch Verhandlungen lösen lässt

In der neuen Runde des Handelsstreits mit den USA droht die EU mit Vergeltungszöllen auf zahlreiche US-Produkte.

Um zu verhindern, dass die Vergeltungszölle auch europäischen Unternehmen schweren Schaden zufügen, startete die EU-Kommission zu ihrer Produktliste ein öffentliches Konsultationsverfahren, das bis Ende Mai dauern soll. Weil sich der erbitterte Streit um Subventionen für Flugzeugbauer bislang nicht lösen lässt, plant nun auch die EU Vergeltungszölle - auf Kosten der Verbraucher? Darüber hinaus könnten Schäden, die europäischen Unternehmen entstehen, "mittels der Beschlagnahmung und Veräußerung des Besitzes von US-Klägern wiedererlangt werden".

Neben den genannten Lebensmitteln und Getränken könnten auch Güter wie amerikanische Traktoren, Hubschrauber, Fahrradrahmen sowie Nüsse, Schokolade und gefrorener Fisch betroffen sein.

Auf Importe aus Amerika nach Europa im Wert von 20 Milliarden Dollar könnten Einfuhrabgaben entfallen, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Das endgültige Volumen der Zölle werde von der Welthandelsorganisation (WTO) festgelegt. Die WTO muss später auch noch die konkreten Vergeltungszollpläne billigen.

Erst in der vergangenen Woche hatten auch die USA Pläne für Vergeltungszölle auf diverse Importe aus der EU vorgestellt. Sie beruhen darauf, dass einem WTO-Urteil zufolge auch Airbus illegale Staatshilfen in Milliardenhöhe erhalten hat. Die Produktliste könnte in dessen Rahmen noch einmal gekürzt werden. Die USA ihrerseits werfen Europa ebenfalls illegale Beihilfen für den Boeing-Rivalen Airbus vor. Streitparteien bei der WTO sind jedoch nicht die Unternehmen, sondern die USA und die Europäische Union. Reuters hatte am Freitag aus EU-Kreisen über den Umfang der Maßnahme gegen die USA berichtet.

Zudem gaben die EU-Staaten am Montag grünes Licht für offizielle Handelsgespräche mit den USA.

Diesen Bericht können Sie als registrierter Nutzer kostenlos lesen. Die US-Regierung hatte schon 2018 Abgaben auf europäische Stahl- und Aluminiumimporte erhoben, woraufhin die EU mit höheren Zöllen auf US-Produkte wie Whiskey und Jeans reagierte.

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