Involvente Bäckereikette "Lila Bäcker" will mehr als 70 Filialen schließen oder verkaufen

Für das Unternehmen ist am 1. April das Insolvenzverfahren eröffnet worden

Die insolvente Bäckereikette "Lila Bäcker" will ihr Filialnetz um rund 70 Standorte auf weniger als 330 verkleinern. Er versichert: "Ziel ist es, alle Verkaufsmitarbeiter zu übernehmen". Ob die Filialen geschlossen oder verkauft werden sollen, konnte sie nicht sagen. Seit der Vorwoche würden entsprechende Gespräche mit Kollegen geführt. Die Rede ist außerdem von der Abschaffung des Prämiensystems für Kunden.

Unternehmenssprecher Mathias Glötzner äußerte sich auch nicht zur Produktionsstätte im brandenburgischen Dahlewitz mit 120 Beschäftigten. Weil es jedoch keine Vereinbarungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung zu Prämien gebe, seien diese Teil des Lohns und könnten den Mitarbeitern nicht einfach entzogen werden.

Im Januar 2019 meldete der "Lila Bäcker" Insolvenz an, drei Monate später folgte die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Für das Unternehmen mit rund 2700 Mitarbeitern war am 1. April das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Hintergrund: "Lila Bäcker", der auch als "Unser Heimatbäcker" firmiert, hatte im Januar wegen Finanzproblemen Insolvenz angemeldet. Der Betrieb lief seither weiter.

Die Insolvenz läuft in Eigenregie ab. Mitarbeiter kritisieren dies als "Hinhaltetaktik". Bis 13. Mai soll ein Modell zum Fortbestand der Kette mit Produktionsstätten in Pasewalk, Neubrandenburg und Dahlewitz (bei Berlin) vorliegen. Dies könnte mit Hilfe von Investoren geschehen.

Das Unternehmen hat Produktionsstandorte in Pasewalk, Neubrandenburg und Dahlewitz bei Berlin. Die dritte Möglichkeit wäre der Weiterbetrieb über einen Insolvenzplan der jetzigen Betreiber. Ob die Filialen nach der Schließung verkauft werden, ist noch unklar.

Fakt ist: Durch die Insolvenz sind bestehende Mietverträge nicht mehr bindend. Der Umsatz war zwischen 2016 und 2018 von 142 Millionen auf 129 Millionen Euro gesunken.

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