Wirecard: Es darf wieder auf fallende Aktien spekuliert werden

Wirecard

"Wir prüfen den Fall in alle Richtungen, unsere Untersuchungen wegen anderer potenzieller Marktmanipulationen in Aktien der Wirecard AG dauern an", erklärte die Bafin. Die Finanzaufsicht Bafin hebt das Verbot von Leerverkäufen nach zwei Monaten auf.

Die Wertpapieraufseher hatten Wetten gegen die Aktie des Zahlungsabwicklers im Februar untersagt, nachdem deren Kurs ein im Leitindex Dax nie dagewesenes Auf und Ab gezeigt hatte. Die Achterbahnfahrt, die Ende Januar begonnen hatte, war nach Erkenntnissen der Bafin durch "Short-Attacken" ausgelöst worden.

Im März hatte Wirecard einen Bericht des Anwaltsbüros Rajan & Tann publiziert, demzufolge einige Angestellte von Wirecaed in Singapur ein Strafverfahren zu gewärtigen hätten, da sie Falschverbuchungen vornahmen. Die Bafin befürchtete, dass dies den gesamten deutschen Aktienmarkt in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Der Wirecard-Vorstand hatte die Berichte zurückgewiesen und von Diffamierung gesprochen.

Short-Attacken sind ein Kursmanöver, bei dem Spekulanten eine Aktie gezielt zum Absturz bringen. Deswegen hat die Behörde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I gegen gut ein Dutzend Beteiligte erstattet.

Der "Spiegel" hatte kürzlich berichtet, dass die Bafin Journalisten der "Financial Times" selbst verdächtige, "mit mehreren Fonds beziehungsweise einzelnen Investoren gemeinsame Sache gemacht zu haben".

Bei Leerverkäufen leiht sich jemand Aktien eines Unternehmens zum Beispiel von einer Investmentbank und verkauft sie.

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