Busunglück von Madeira: Kölner Klinik-Direktor berichtet über Zustand der Verletzten

Der Fahrer spricht einem Medienbericht zufolge von

Vor der Unglückskurve habe das Fahrzeug eine Hauswand geschrammt, dann sei der Bus die Böschung hinabgestürzt.

Die von der Bundeswehr nach Deutschland zurückgeflogenen Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira haben die Heimreise gut verkraftet. Das Rätselraten über die Unglücksursache ging derweil nach fünf Tagen weiter. Die Regionalzeitung "Jornal da Madeira" berief sich in ihrem Bericht auf einen Vertreter der Verkehrsgewerkschaft auf der portugiesischen Urlaubsinsel, der den 55-Jährigen im Krankenhaus der Inselhauptstadt Funchal besucht hatte. Die Behörden gaben zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine Informationen bekannt.

Die portugiesische Kraftfahrergewerkschaft SNM erhob unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Betreiberfirma des Unglücksbusses. Laut Gesetz dürfe die maximale Arbeitszeit der Busfahrer nur acht Stunden betragen. Zudem habe der Fahrer seinen Dienst am Vorabend des Unfalls anscheinend erst um 22 Uhr beendet, sagte Oliveira. Das Unternehmen habe eine Arbeitszeitaufzeichnung vorgelegt, aus der hervorgehe, dass der Fahrer sowohl am Tag vor der Katastrophe als auch am Unfalltag die zulässige tägliche Arbeitszeit von acht Stunden nicht überschritten habe, schreibt die Zeitung "Diario de Noticias".

Der Bus stürzte diesen Abhang hinunter und krachte in ein Haus. Vor dem Unfall soll er nach Aussagen von Überlebenden und Augenzeugen versucht haben, auf der abschüssigen, kurvenreichen Straße das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, indem er unter anderem eine Betonwand am Straßenrand streifte.

"Der Dank gilt vor allem dem Mitarbeiterstab unseres Hauses, die Kolleginnen und Kollegen sind sehr selbstverständlich am Osterwochenende ins Haus gekommen, um sich um die Verletzten und Angehörigen zu kümmern", so Professor Bertil Bouillon. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel.

Bei dem Unfall waren 29 Menschen getötet worden, die meisten waren deutsche Urlauber. 27 weitere erlitten Verletzungen.

Die Unfallopfer waren am Samstagabend im Krankenhaus Merheim der Kliniken Köln aufgenommen worden, nachdem sie mit einer Sondermaschine der Bundeswehr von Madeira nach Deutschland zurückgeholt worden waren. Die Patienten kamen anschließend in die Kölner Klinik.

Noch während des Osterwochenendes sollen einige Patienten in Krankenhäuser in der Nähe ihrer jeweiligen Wohnorte verlegt werden, so die Sprecherin. Als große Unfallklinik ist das Krankenhaus Merheim für solche Fälle besonders geeignet.

Krankentransportfahrzeuge fahren zu einem Hangar auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn, nachdem dort ein MedEvac-Flugzeug der Luftwaffe mit Verletzten des Busunglücks auf Madeira gelandet war.

Die 15 Verletzten an Bord der Maschine stammen aus dem nordrhein-westfälischen Rhein-Erft-Kreis, dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein sowie aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte. Die 32 Jahre alte Portugiesin, die sich bei dem Unfall ein Bein brach, bedankte sich in der Nacht zum Sonntag auf Facebook für die Anteilnahme und die vielen Genesungswünsche.

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