Öl aus dem Iran: Trump fordert Import-Stopp und droht mit Sanktionen

Donald Trump

Die USA hatten im November ihre bislang härtesten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft gesetzt. Die US-Regierung hatte im November erklärt, die Ausnahmegenehmigungen für diese Staaten seien den "besonderen Umständen" dieser Länder und dem Ölmarkt geschuldet.

Diese zielen in erster Linie auf die iranische Ölindustrie ab, die grösste Einnahmequelle des Landes. Bis zu 40 Prozent der Einnahmen des Regimes würden aus dem Verkauf von Öl stammen, so Pompeo.

Das iranische Aussenministerium wiederum prüft nun, welche Konsequenzen die eigene Regierung ziehen wird. Iran habe ausreichend Erfahrung, um Angriffe auf die Ölindustrie des Landes zu neutralisieren. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, die Volksrepublik trete gegen US-Sanktionen gegen den Iran ein. Die chinesische Zusammenarbeit mit dem Iran verstoße gegen keine Gesetze. "Die Entscheidung des US-Präsidenten Trump und der amerikanischen Regierung ist sehr wichtig, um den Druck auf das iranische Terrorregime zu erhöhen", sagte Netanjahu. Israel stehe auf der Seite der USA, es sei der richtige Weg, die "iranische Aggression" zu stoppen.

Investoren an den Finanzmärkten reagierten nervös auf die Nachrichten. Die Preise für Rohöl stiegen um rund drei Prozent auf den höchsten Stand seit fast einem halben Jahr. Wegen Lieferausfällen in den Krisenländern Venezuela und Libyen war die Lage am Ölmarkt ohnehin bereits angespannt. Außerdem hat sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) Produktionskürzungen vorgenommen, um den einst deutlich niedrigeren Ölpreis zu stabilisieren.

Das kündigten das Weisse Haus und US-Aussenminister Mike Pompeo am Montag in Washington an. Bislang hatte die US-Regierung acht Ländern erlaubt, dass sie zunächst für sechs Monate ungestraft weiter iranisches Öl importieren können.

Saudi-Arabien teilte mit, für eine Stabilität auf dem Ölmarkt einzutreten und die Preisentwicklung jetzt genau zu beobachten. "Das Königreich wird sich mit anderen Ölproduzenten absprechen, um sicherzustellen, dass es genug Öllieferungen für die Konsumenten gibt", sagte der saudische Energieminister Chalid al-Falih, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldete.

Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran von 2015 im vergangenen Jahr aufgekündigt und neue Sanktionen verhängt. Der Schritt belastete die Beziehungen zu den europäischen Verbündeten schwer. Er will die Führung in Teheran damit zu Neuverhandlungen über ein wesentlich strengeres Abkommen über sein Atom- und Raketenprogramm zwingen. Der Entscheid, die Ausnahmeregelungen auslaufen zu lassen, kommt kurz nach der Designierung der iranischen Revolutionsgarden als ausländische Terrororganisation. Bisher finden sich auf der Terrorliste des US-Außenministeriums Gruppen wie die Terrormiliz Islamische Staat (IS), Boko Haram und die Hamas.

Die Türkei kritisiert die US-Entscheidung, Ausnahmeregelungen zu den Ölsanktionen gegen den Iran aufzuheben.

Related:

Comments

Latest news

Busunglück von Madeira: Kölner Klinik-Direktor berichtet über Zustand der Verletzten
Die portugiesische Kraftfahrergewerkschaft SNM erhob unterdessen schwere Vorwürfe gegen die Betreiberfirma des Unglücksbusses. Bei dem Unfall waren 29 Menschen getötet worden, die meisten waren deutsche Urlauber. 27 weitere erlitten Verletzungen.

Mueller-Bericht entlastet Trump von Vorwürfen
Ihr Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, sagte am Donnerstag zu CNN, dieser Schritt "lohnt sich inzwischen nicht". Mueller war damit nicht zufrieden: Die schriftlichen Antworten seien unzureichend gewesen, heißt es im Bericht.

Social-Media-Preis: About You Awards: Heidi schweigt zur Hochzeit
Angeblich ein Fehler, der korrigiert wurde, wie "Bild.de" die Veranstalter zitiert. "Eigentlich wurden wir nicht verkuppelt". Die ausgezeichneten Influencer bestärkte sie, "Positivität" in die Welt zu setzen. "Es gibt so viel Hass.

Die Siberian Health Company
Und schließlich die Chronobiologie, die die biologischen Rhythmen und ihre Verbindung zur menschlichen Gesundheit erforscht. Das Unternehmen gründete im Jahr 2007 eine weitere Produktionsstätte, die bis 2010 erweitert und modernisiert wurde.

Fußball-Wetten in Europa
Es gibt zunehmend Gelegenheit für die europäischen Fußball-Fans auf ihre Lieblings-Teams oder Spiele zu setzen. Zwei der größten E-Wallets kommen in Form von Skrill (offiziell als MoneyBookers bekannt) und Neteller.

Other news