Russland-Ermittlungen: Mueller-Bericht bis Mitte April öffentlich

US-Präsident Donald Trump

Fast zwei Jahre lang ist Sonderermittler Robert Mueller der Frage nachgegangen, ob Donald Trump und sein Wahlkampfteam mit Russland zusammengearbeitet haben. Derzeit redigiere er sensibles Material aus dem knapp 400 Seiten umfassenden Dokument, schrieb Barr in einem Brief an die Vorsitzenden der Justizausschüsse im Senat und im Repräsentantenhaus. Bestimmte Passagen sollen nicht freigegeben werden. Mitte April sollen nun große Teile des Mueller-Berichts öffentlich werden.

US-Präsident Donald Trump hat sich nach der glimpflich überstandenen Russland-Untersuchung von seinen Anhängern und Anhängerinnen feiern lassen. "Ich habe absolut nichts zu verstecken", sagte er am Freitag in seinem Wochenenddomizil Mar-a-Lago in Florida.

Der amerikanische Justizminister William Barr hat ebenso angekündigt, Vertretern des Repräsentantenhauses und dem Senat Rede und Antwort zu stehen. Die Demokraten hatten gefordert, Barr solle den Bericht bis spätestens 2. April vorlegen.

Barrs Brief stieß indes auf scharfe Kritik von Jerrold Nadler, dem demokratischen Vorsitzenden des Justizgremiums im Unterhaus. Unkenntlich gemacht werden zudem Angaben, die laufende Ermittlungen schmälern könnten - etwa jene, die das Büro Muellers an andere Abteilungen im Justizministerium weiterleitete. Auch sensible Geheimdienstinformationen dürfen nicht öffentlich gemacht werden.

Trump selbst sieht sich inzwischen vollständig entlastet und geht zum Gegenangriff über. Der Präsident habe erklärt, er wolle von diesem Recht nicht Gebrauch machen. Hinweise auf eine tatsächliche Zusammenarbeit mit Trump oder auf konkrete Geheimabsprachen fand er laut der Zusammenfassung aber nicht.

Zu der Frage, ob Trump die folgenden Justizermittlungen behinderte, legte sich Mueller hingegen nicht fest. Bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Michigan verurteilte er erneut die von Sonderermittler Robert Mueller geführten Untersuchungen und nannte ihre Aufnahme, für die er die Demokraten verantwortlich macht, einmalig in der US-Geschichte. Barr sagte indes, er und sein Stellvertreter Rod Rosenstein seien zum Schluss gekommen, dass es auch dafür keine hinreichenden Beweise gebe.

Trump und wichtige Mitglieder seines Teams haben wiederholt alle Vorwürfe bezüglich einer geheimen Absprache zwischen der Trump-Kampagne und Russland zurückgewiesen. Im Gespräch ist sogar das Einsetzen eines zweiten Sonderermittlers.

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