Deutsche Telekom baut letzte gelbe Telefonzelle ab

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Zuletzt lag der monatliche Umsatz der gelben Zelle am Seeufer deutlich unter 50 Euro - das bedeutete letztlich das Aus.

Es hat einmal eine Zeit in Deutschland gegeben, in der gelbe Telefonzellen von der ungefähren Größe einer aufrecht stehenden Badewanne das Bild des öffentlichen Raums so selbstverständlich prägten wie Eisdielen, Kioske und Bankautomaten. Aber ich kann mich noch gut an die gelben Telefonzellen erinnern, die das Stadtbild durchaus mitprägten.

Die Telekom, für den Abbau der in Farbe und Form auffälligen Telefonhäuschen verantwortlich, hat den letzten Mohikaner dieser Generation jetzt in einer groß angelegten Aktion vor atemberaubender Bergkulisse aufwendig demontiert. Kosten entstünden vor allem für die Wartung. Damit geht eine Ära zu Ende. Die letzte ihrer Art im äußersten Zipfel Bayerns hatte sich gut versteckt: Sie war eingelassen in die Fassade eines Bootshauses, um das Ensemble am Wallfahrtsort St. Bartholomä am Königssee nicht allzu sehr zu stören. Zu erreichen ist der Ort nur über das Wasser. Das machte den Abtransport der Zelle etwas komplizierter. Nachdem sie zunächst auf einen Lastwagen gehoben wurde, ging es mit der Fähre ins nahegelegene Schönau.

Laut Deutscher Telekom waren die Telefonhäuschen schon 1984 nicht profitabel, die Betriebskosten überstiegen also die Einnahmen. Aber die blieben nicht erst in den letzten Jahren aus - seit fast jedermann ein Smartphone sein eigen nennt, werden öffentliche Fernsprecher naturgemäß immer weniger gebraucht. Ab 1978 wurden die heute noch bekannten gelben Kunststoffhäuschen mit dem Namen "TelH78" eingeführt. Fortan wurden grau-magentafarbene Häuschen installiert. Der Wallfahrtsort St. Bartholomä muss derweil nicht befürchten, von der Außenwelt abgeschnitten zu werden. Eine Funkzelle sorge für eine Netzanbindung auf dem neuesten Stand der Technik, schreibt die Telekom.

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