Fusionspläne mit DWS und UBS:Deutsche Bank sondiert in der Schweiz

Laut FT würde durch einen Zusammenschluss der UBS und Deutsche-Bank-Sparte der grösste europäische Asset Manager mit rund 1,4 Bio. € entstehen

Unter dem Codenamen "Pazifik" verhandeln die Schweizer Grossbank UBS und die Deutsche Bank Medienberichten zufolge über eine Fusion ihrer Vermögensverwaltung. Dabei gehe es um den eigenständigen Vermögensverwalter DWS der Deutschen Bank und die Vermögensverwaltung der UBS.

Die Gespräche liefen seit gut zwei Monaten, hieß es.

Das UBS-Asset Management verwaltet heute Vermögen in Höhe von rund 780 Mrd. Dazu zählten auch ein Verkauf von Teilen oder eine Fusion.

Im Video: Ist Christian Sewing der richtige Deutsche-Bank-Chef? UBS habe im Zuge dessen auch eine Übernahme der DWS erwogen, um diese mit der eigenen Sparte zusammenzuführen und das fusionierte Geschäft dann abzuspalten.

Durch den Zusammenschluss würde der grösste europäische Asset Manager mit rund 1,4 Bio. €. Einen völligen Verkauf der DWS strebe die Deutsche Bank nicht an, heisst es in der FT.

Die Grossbank UBS (UBSG 13.39 -0.04%) und die Deutsche Bank (DBK 7.592 -0.86%) sind gemäss einem Artikel der britischen Wirtschaftszeitung "Financial Times" in "ernsthaften Gesprächen" über eine Zusammenlegung ihrer Asset Management-Gesellschaften.

Es wird erwartet, dass die Öffentlichkeit noch im Laufe der Woche über den Fortgang der Verhandlungen informiert wird - und damit darüber, ob diese fortgesetzt oder abgebrochen werden.

Sollte es zu einer Fusion oder einer Übernahme der Commerzbank durch den Branchenprimus kommen, entstünde das mit weitem Abstand größte heimische Geldhaus. Die Gewerkschaften laufen deshalb seit dem Bekanntwerden der Fusionspläne Sturm. Auch große Investoren der Deutschen Bank, darunter das Emirat Katar und der chinesische Mischkonzern HNA, sehen das Unterfangen skeptisch. Analysten rechnen mit einem schwachen Vierteljahr.

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