Schwacher Absatz und hohe Kosten trüben Daimler-Bilanz - Überregionale Wirtschaft

Der Vorstandsvorsitzende von Daimler Dieter Zetsche

Der Stuttgarter Konzern hält weiter an dem Vorhaben fest, sowohl den Absatz, den Umsatz und auch das Ergebnis leicht zu steigern. Der operative Gewinn schrumpfte von Januar bis März um weitere 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 2,8 Milliarden Euro. Dafür seien aber "grosse Kraftanstrengungen und ein fokussierter Mitteleinsatz" in diesem und in den kommenden Jahren unumgänglich. Im ersten Quartal verkaufte der Premiumhersteller weltweit 5,6 Prozent weniger Mercedes-Autos. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von rund 2,1 Milliarden Euro - nach knapp 2,3 Milliarden im ersten Quartal 2018. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hat Daimler inklusive der Sparten Lastwagen und Transporter 2,8 Milliarden Euro verdient, das sind 500 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Das muss Daimler dann unter Führung von Ola Källenius erreichen, der Zetsche mit der Hauptversammlung Ende Mai als Konzernchef ablösen wird. Denn mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens von Daimler und BMW für Mobilitätsdienste entstand wegen der generell hohen Bewertung solcher Geschäftsmodelle ein Buchgewinn von 718 Millionen Euro.

Schwächere Autoverkäufe und die weiter hohen Ausgaben haben auch im ersten Quartal die Bilanz von Daimler getrübt.

Eine Konsequenz: Daimler verzichtet auf die Produktion der X-Klasse in Argentinien. Für den 2017 vorgestellten Pick-up habe sich in Lateinamerika kein auskömmliches Geschäftsmodell realisieren lassen, sagte Uebber.

Für Europa und den Rest der Welt wird das Modell in Spanien gebaut. Absatz, Umsatz und Ergebnis sollen 2019 leicht steigen, wie der Autobauer bekräftigte.

Im gesamten Unternehmen müssten dafür aber die Lieferbereitschaft gesteigert, Kosten gesenkt sowie Massnahmen zur Steigerung der Effizienz und der Flexibilität verstärkt werden, betonte Zetsche.

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