Indonesien-Wahl: 300 Helfer nach Auszählung gestorben

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Mehr als 270 Wahlhelfer in Indonesien sterben - angeblich aufgrund von Erschöpfung.

Bei der Auszählung der Wahlergebnisse in Indonesien sind nach amtlichen Angaben seit Mitte April mehr als 300 Menschen gestorben. In manchen Bezirken füllten die Wähler bis zu fünf Wahlscheine aus, landesweit kamen bis zu 600 Millionen davon zusammen - die alle von Hand ausgezählt werden mussten beziehungsweise müssen. Schuld an dem Tod der Wahlhelfer sei demnach an Erschöpfung oder damit zusammenhängende Krankheiten. Die BBC berichtet, dass Wahlhelfer zum Teil die ganze Nacht bei drückender Hitze durchgearbeitet haben.

Der Sprecher der Wahlkommission, Arief Priyo Susanto, bestätigte am Montag Berichte über zahlreiche Todesfälle.

Grund ist die XXL-Wahl, die am 17. April 2019 in Indonesien abgehalten wurde.

Indonesien, das viertgrößte Land der Welt mit mehr als 260 Millionen Einwohnern, besteht aus mehr als 17.000 Inseln.

Zum Vergleich: In Deutschland gab es bei der bisher letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 rund 61,6 Millionen Wahlberechtigte, wovon etwas unter 47 Millionen an der Wahl teilnahmen und jeder "nur" einen Stimmzettel auszufüllen hatte. Der logistische Aufwand in dem Inselstaat, der sich von Ost nach West über mehr als 5.000 Kilometer erstreckt, war enorm. Eine große physische Belastung für die Wahlhelfer, die - anders als Angestellte im öffentlichen Dienst - nicht regelmäßig medizinisch durchgecheckt würden. Ob tatsächlich 270 Menschen an Erschöpfung gestorben sind, wie die indonesischen Behörden mitteilen ist nicht gesichert.

Das Gesundheitsministerium rief Krankenhäuser und Ärzte inzwischen dazu auf, der Behandlung der erkrankten Wahlhelfer höchste Priorität einzuräumen. Das Finanzministerium arbeite an einem Entschädigungsprogramm für die Familien der Toten. Subianto warf dem Amtsinhaber Wahlbetrug vor und sieht in dem Tod der Wahlhelfer ein weiteres Indiz für das Versagen der Wahlkommission.

Das amtliche Endergebnis soll am 22. Mai bekanntgegeben werden.

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