Gesundheitskonzern: Fresenius startet mit Zuwächsen ins neue Jahr

Das Firmenlogo ist am Firmensitz von Fresenius in Bad Homburg zu sehen

"Damit sind wir auf einem guten Weg, unsere Ziele für dieses Jahr zu erreichen", so Sturm weiter. Für das erste Quartal liefern die Bad Homburger überraschend starke Zahlen ab.

Von Januar bis März kletterte der Umsatz insgesamt um 8 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. FMC baut mit der Übernahme der US-Firma NxStage das Geschäft mit Heimdialyse aus, das Nierenpatienten eine komfortablere Behandlung ermöglicht. Kabi hatte lange von Arzneimittelengpässen auf dem US-Markt profitiert, doch dieser Rückenwind habe zuletzt etwas nachgelassen, wie Fresenius in einer Analystenpräsentation erläuterte. Der Fresenius-Konzern hat sich wegen der Hängepartie bei FMC DE0005785802 und bei Helios Deutschland bereits auf ein schwieriges Jahr eingestellt. Zwar bereite die Lage ihm keine schlaflosen Nächte, der Konzern könnte aber die bislang stabil gehaltenen Preise angehen, sollte er Marktanteile verlieren, signalisierte Sturm. Wesentlicher Gewinnbringer blieb im ersten Quartal erneut der 2017 gekaufte spanische Klinikbetreiber Quironsalud. Im deutschen Krankenhausgeschäft stabilisiere sich die Lage, betonte Fresenius. Der Bereich konnte aus eigener Kraft leicht zulegen. Das Ergebnis der Gesamtsparte Helios fiel zum Jahresauftakt um knapp 9 Prozent. Mit Investitionen von 2,5 Milliarden Euro will er etwa Kliniken in Lateinamerika kaufen, bei Nierenpatienten in China wachsen und hierzulande Pfleger im großen Stil einstellen. Das Geld soll zum Beispiel fließen, um die Personaldecke im Klinikgeschäft zu stärken. Unterdessen arbeite der Konzern im Klinikgeschäft an neuen Modellen. Hier wirkten sich nach Unternehmensangaben vorzeitige Effekte aus einigen Vereinbarungen unter anderem zu bestimmten Medikamenten in den USA aus. Bei einem Umsatzwachstum von 4 Prozent auf 4,13 Milliarden Euro steigerte FMC sein operatives Ergebnis (Ebit) um 8 Prozent auf 537 Millionen Euro. Unter dem Strich musste die Tochter des Gesundheitskonzerns Fresenius aber einen Gewinnrückgang verkraften: Das Ergebnis verringerte sich um 3 Prozent auf 271 Millionen Euro, währungsbereinigt betrug das Minus sogar 6 Prozent.

Im gesamten Fresenius-Konzern legte der bereinigte Gewinn um drei Prozent auf 465 Millionen Euro zu, unter dem Strich stieg der Gewinn ebenfalls um drei Prozent auf 453 Millionen Euro. Währungsbereinigt stagnierten beide Kennziffern. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet.

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