Nordkorea rasselt mit den Säbeln: Neue Raketentests

Machthaber Kim Jong-un belohnt sich nach dem Test mit einer Zigarette

Das nordkoreanische Militär habe am Samstagmorgen (Ortszeit) im Rahmen eines Waffentests mehrere "Projektile" von kurzer Reichweite in Richtung offenes Meer abgefeuert, teilte der Generalstabschef der südkoreanischen Streitkräfte mit.

Unklar war zunächst, um welche Waffenart es sich genau handelte. Das Präsidialamt in Südkorea äußerte sich besorgt und rief das Nachbarland auf, alles zu unterlassen, was neue Spannungen schüre. Es gab mehrfach Berichte über neue Aktivitäten auf nordkoreanischen Testanlagen.

Das Blaue Haus, der Präsidentenpalast in Seoul, erklärte, das Abfeuern der Geschosse verstoße gegen ein militärische Abkommen, das die beiden Länder im vergangenen Jahr unterzeichnet hätten. Das zweite Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong Un mit US-Präsident Donald Trump zur Lösung des Konflikts wurde im Februar ergebnislos abgebrochen. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un habe das große wirtschaftliche Potenzial Nordkoreas erkannt und er werde nichts tun, um dieses zu stören oder gar zu beenden. "Er weiß auch, dass ich bei ihm bin und er will nicht sein Versprechen an mich brechen", schrieb Trump weiter. Eine offene Herausforderung an US-Präsident Donald Trump? Zunächst war vom Start einer einzelnen Rakete die Rede gewesen. Pompeo wies dies zurück.

Nordkorea pocht auf umfassende Lockerungen der lähmenden Sanktionen im Gegenzug für nukleare Abrüstungsschritte, die die USA allerdings als unzureichend abgelehnt haben.

Später schwenkten Nordkorea und USA auf einen Kurs der diplomatischen Annäherung ein. Japan dürfte aus Sicht von Experten keine harsche Reaktion auf die mutmaßlichen Raketentests verfolgen, da Ministerpräsident Shinzo Abe auf einen eigenen Gipfel mit Kim hofft. Es werde zu einer Einigung zwischen den beiden Staaten kommen, sagte der US-Präsident mit Blick auf die zuletzt gescheiterten Gespräche über Nordkoreas Atomwaffenprogramm zu. Gemeinsam mit US-Stellen würden nun Details des Vorfalls analysiert. In Washington sagte Regierungssprecherin Sarah Sanders, die USA hätten Nordkoreas Aktionen zur Kenntnis genommen und beobachteten die Situation.

Die Projektile wurden den südkoreanischen Angaben zufolge im Abstand von etwa 20 Minuten von der Ostküste des Nachbarlandes aus abgeschossen. Die Geschosse seien 70 bis 200 Kilometer weit geflogen und dann ins Meer gestürzt. Es seien keine ballistischen Kurzstreckenraketen gewesen, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap einen Militärvertreter.

Mit ballistischen Raketen können konventionelle, chemische, biologische oder atomare Sprengköpfe befördert werden.

Sollte sich bestätigen, dass Nordkorea verbotene ballistische Raketen abfeuerte, wäre es der erste derartige Vorgang seit November 2017.

Der jüngste Waffentest erfolgte etwa anderthalb Jahre nach dem Start einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea, der international als Provokation bewertet worden war. Die kommunistische Führung hatte damals erklärt, mit ihren Raketen das gesamte Festland der USA erreichen zu können. Der nordkoreanische Staatsschef Kim Jong Un habe die Übungen an der östlichen Küste überwacht.

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