Rheinland-Pfalz - BASF will trotz schwächerem Start 2019 mehr verdienen

BASF-Betriebsrat Abfindungsangebote besorgen Mitarbeiter. Ein Mitarbeiter der BASF in Ludwigshafen

Wintershall steuerte zum Nettoergebnis im ersten Quartal 274 Millionen Euro bei.

Der Umsatz legte im ersten Quartal um drei Prozent auf knapp 16,2 Milliarden Euro zu.

Um das Unternehmen wieder profitabler zu machen, setzte das BASF-Management im November ein neues Sparprogramm auf. Analysten schließen nicht aus, dass unter anderem der Handelsstreit zwischen den USA und China im Auftaktquartal auf die Ergebnisse drückt - wie bereits im Schlussquartal 2018. € und damit 16% weniger als im Vorjahr. Für die Jahre 2019 und 2020 prognostiziert Baader Helvea je BASF Aktie Gewinne von 4,83 Euro sowie 5,49 Euro. Während das Geschäft mit Basischemikalien und Kunststoffen deutlich schlechter lief, verzeichnete das Unternehmen in der Agrarchemie dank eines Milliarden-Zukaufs vom Rivalen Bayer im vergangenen Jahr kräftige Zuwächse. Zudem erhielt BASF Anfang des Jahres unter Auflagen von der EU-Kommission die Genehmigung für die Übernahme des weltweiten Nylongeschäfts der belgischen Solvay-Gruppe. Kosten einsparen will Brudermüller etwa in der Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung.

"Packen Sie die Probleme an und bringen Sie BASF zurück in die Erfolgsspur, aber muten Sie sich, der Organisation und den Mitarbeitern bitte nicht zu viel auf einmal zu", forderte Arne Rautenberg von der Fondsgesellschaft Union Investment. Die BASF sei derzeit eine Grossbaustelle, auf der man leicht den Überblick verlieren könne. BASF erwarb vom Rivalen Bayer bestimmte Pflanzenschutzmittel und verschiedene Saatgut-Arten, die dieser im Zuge der Monsanto-Übernahme abgeben musste. Das Material wird vielfältig verwendet, auch für Kleidung, Sportschuhe oder Teppiche. Neben Wintershall stehen weitere Geschäftsteile auf dem Prüfstand. Man geht davon aus, dass die Zahlen auf die Börse beruhigend wirken würden, zumal der Konzern seine Ziele bestätigt habe. So prüft der Chemiekonzern für das Bauchemiegeschäft einen Zusammenschluss mit einem Partner, aber auch einen Verkauf.

Nach einem Gewinneinbruch 2018 will BASF im laufenden Jahr wieder mehr verdienen. Das Ebit vor Sondereinflüssen soll um ein bis zehn Prozent steigen, wobei das unteren Ende der Spanne als realistischer eingeschätzt wird. 2018 hatte die Übernahme aufgrund des Abschlusses erst nach der Saison nur gekostet.

Trotz eines Rückgangs des bereinigten Betriebsgewinns um fast ein Viertel im ersten Quartal peilt BASF 2019 weiter ein leichtes Plus an. BASF wird je Aktie 3,20 Euro an die Aktionäre ausschütten. Die Summe wird am Montagmorgen vom Aktienkurs abgeschlagen werden, der am Freitagvormittag bei 72,14 Euro mit 0,26 Prozent im Minus notiert.

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