Porsche muss im Dieselskandal 535 Millionen Euro zahlen

Die Vorfreude auf den 2020er Porsche 911 Carrera S wird bei der VW-Tochter durch eine schmerzliche Busse getrübt

Der Autobauer Porsche muss im Dieselskandal ein Bussgeld von 535 Millionen Euro (rund 610 Millionen Franken) zahlen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängte die Strafe gegen das Unternehmen wegen fahrlässiger Verletzung der Aufsichtspflicht, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Mai: Auch die Volkswagen-Tochter Porsche muss eine hohe Summe wegen des Dieselskandals zahlen.

Schon im vergangenen Sommer hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig im Zuge der Diesel-Ermittlungen ein Bußgeld von einer Milliarde Euro gegen Volkswagen verhängt. Die Ingolstädter waren bereits zu einem Bußgeld von 800 Millionen Euro verdonnert worden. Die Geldbußen gegen VW und Audi gingen an die jeweiligen Länderkassen. Porsche verwies zudem darauf, dass es bereits den Ausstieg aus dem Diesel verkündet habe. Porsche hat die in diesen Autos verbauten Motoren nicht selbst gebaut, sondern von Audi bezogen.

Die Höhe bei Porsche setzt sich aus der Ahnung der Ordnungswidrigkeit in Höhe von 4 Millionen Euro und einer Gewinnabschöpfung von 531 Millionen Euro ab. Für die Berechnung berücksichtigt die Justiz die Gewinne aus der Veräußerung der betroffenen Autos und zieht davon Kosten ab, die Porsche für die Umrüstung betroffener Fahrzeuge hatte. Für etwa 99 000 Fahrzeuge lägen Bescheide des Kraftfahrt-Bundesamtes vor.

Porsche hat keine Rechtsmittel eingelegt. Damit ist der Bußgeldbescheid wirksam.

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