Studie - Deutschland profitiert vom Binnenmarkt wie kein anderes EU-Land

In Deutschland profitiert vor allem Oberbayern vom Binnenmarkt

Durch den EU-Binnenmarkt profitieren die Europäer sehr unterschiedlich. Der andere Trend, den die Forscher ausmachen konnten: Je zentraler ein Land in Europa liegt, desto mehr profitiert es.

Deutschland steht dabei relativ gut da: Der Binnenmarkt steigert das Einkommen eines durchschnittlichen EU-Bürgers um 840 Euro pro Jahr.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieser Meldung waren die Ergebnisse der Studie verkürzt und dadurch missverständlich dargestellt.

Dabei fallen die in allen 28 EU-Staaten untersuchten Auswirkungen regional unterschiedlich aus. "Nicht jeder profitiert gleichermaßen, aber alle gewinnen", sagte Stiftungsvorstand Aart de Geus.

Die Forscher haben errechnet, wie groß die Kosten für jeden einzelnen wären, wenn der EU-Binnenmarkt abgeschafft würde.

Die Autoren gehen davon aus, dass insgesamt EU-weit rund 420 Milliarden Euro Einkommenszuwächse jährlich durch den 1993 eingeführten Binnenmarkt erzielt werden. Auf Deutschland entfalle das größte Plus - zusammengerechnet etwa 86 Milliarden Euro. Vor allem Regionen mit starker Industrie und hoher Exportorientierung seien Gewinner. Während Wien mit einem Einkommenszuwachs von 1711 Euro klar über dem österreichischen Durchschnitt liegt, sind die Zuwächse in den drei westlichen Bundesländern Salzburg (2038 Euro), Tirol (1937 Euro) und Vorarlberg (2062 Euro) noch höher. Bayern bringe der EU-Binnenmarkt knapp 15,4 Milliarden jährliches Einkommensplus (1.198 Euro) und Baden-Württemberg fast 13,2 Milliarden Euro (1.211 Euro), schätzt die Studie, die das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Jahr misst. Am schwächsten seien die Effekte in ostdeutschen Ländern wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Noch stärker profitiert ausgerechnet ein Nicht-EU-Mitglied. Am meisten profitiere jedoch die Schweiz mit einem Einkommmensplus von 2.914 Euro pro Kopf und Jahr, gefolgt von Luxemburg und Irland. "Für Länder wie beispielsweise die Niederlande oder Österreich ist der Binnenmarkt Gold wert, denn sie verfügen über wettbewerbsfähige Branchen, sind aber aufgrund kleiner Inlandsmärkte vom Export abhängig", erläuterte Ponattu. Für Deutschland wurde ein Pro-Kopf-Zugewinn von 1046 Euro ermittelt. Es gebe mehr Wettbewerb, was sich positiv auf Produktion und Preise auswirke.

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