ROUNDUP: Milliarden-Kartellrückstellung reißt BMW-Autosparte in rote Zahlen

Der BMW-Konzern ist im ersten Quartal von einer drohenden EU-Milliardenbusse ausgebremst worden. Im Bild der BMW-Stand an der im April durchgeführten Auto Shanghai 2019

Den größten Kostenblock, der auch entscheidend zu den roten Zahlen beitrug, ist die Milliardenrückstellung für eine drohende EU-Kartellstrafe.

Nach Jahren immer neuer Rekorde bricht für BMW die Saure-Gurken-Zeit an. Euro aus, nachdem vor Jahresfrist noch ein Betriebsgewinn von 1,88 Mrd. Im Bild der BMW-Stand an der im April durchgeführten Auto Shanghai 2019. Der Vorsteuergewinn soll deutlich unter den 9,8 Milliarden Euro des Vorjahres liegen. Die Kosten für Forschung und Entwicklung kletterten zu Jahresbeginn um mehr als 8 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Währungseffekte und steigende Rohstoffpreise kosteten den Hersteller mehr als 100 Millionen Euro, im Gesamtjahr voraussichtlich gut 600 Millionen Euro, sagte Peter.

Im Automobilsegment lag der Verlust vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal bei 310 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Die BMW-Aktien gaben bei Lang & Schwarz 1,5 Prozent nach. Um bis 2021 insgesamt 12 Milliarden Euro einzusparen, lässt er Einkauf, Material- und Fertigungskosten unter die Lupe nehmen. Konzernweit ging der Umsatz um 0,9 % auf 22,5 Mrd Euro zurück, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 589 Mio Euro knapp 80 % niedriger. Deutlich besser als im Vorjahreszeitraum lief es in der Sparte mit Finanzdienstleistungen rund um den Autoverkauf sowie in der Motorradsparte, die allerdings nur einen kleinen Beitrag zum operativen Gewinn liefert. BMW, Daimler und Volkswagen sollen sich zwischen 2006 und 2014 bei der Entwicklung von Technologien abgesprochen haben.

Die Jahresprognose blieb unverändert. Ab 2021 sollen mit den flexiblen Produktionslinien für Elektro- und Verbrennungsmotoren bis zu 50 Prozent der heutigen Antriebsvarianten entfallen, sagte Krüger. In Europa und Amerika dürfte die Nachfrage leicht, in China deutlicher steigen, sagte Finanzvorstand Peter. In diesem Jahr rechnet BMW nun nur noch mit einer Marge - also der Anteil vom operativen Gewinn am Umsatz - vor Zinsen und Steuern von 4,5 bis 6,5 % im Automobilgeschäft, wie das Unternehmen konkretisierte.

Im Gegensatz zum VW-Konzern hält sich BMW beim Antrieb der Zukunft alle Optionen offen - vom Verbrenner über Plug-in-Hybride und Batterieautos bis zur Brennstoffzelle.

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