Anna Sorokin: Lange Haftstrafe für deutsche Hochstaplerin

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal

Die deutsche Hochstaplerin wurde zu einer Haftstrafe von vier bis zwölf Jahren verurteilt. Die Verfilmung ihrer Geschichte ist bereits in Planung.

Die Tochter eines russischen Lastwagenfahrers hatte sich in den USA eine neue Identität als reiche Erbin erfunden und einen luxuriösen Lebensstil auf Kosten anderer erschwindelt.

Ihren Prozess gestaltete Sorokin mit einer extravaganten Kleiderwahl zu einer Art "Show". Dazu kommt eine Geldstrafe von 24000 Dollar (gut 21000 Euro). Während ihrer "langen Maskerade" habe sie "echte Verbrechen" begangen, sagte Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance. 2016 kam Sorokin in die USA und schlich sich unter dem Namen Anna Delvey in wohlhabende Kreise ein. Das Strafmaß sieht vor, dass sie bis zu zwölf Jahre hinter Gittern verbringen muss. Nur bei guter Führung kann sie nach vier Jahren freikommen. Das Gericht ordnete zudem an, dass die Verurteilte fast 200.000 Dollar an Geschädigte zurückzahlen muss. Sogar ein Flug mit einem Privatjet und einen Luxusurlaub nach Marokko im Wert von 62.000 US-Dollar hatte sie sich erschlichen. Ein einflussreicher Bauherr wollte ihr bereits ein Gebäude an der Park Avenue zur Verfügung stellen.

Sorokins Anwalt Todd Spodek hatte versucht, eine Parallele zwischen der jungen Frau und Frank Sinatra zu ziehen, der einst "New York, New York" besungen hatte: "In einer Stadt, die das Geld und den Anschein von Geld liebt, haben sie sich beide ihre eigenen Chancen verschafft". Sorokin erhielt demnach von verschiedenen Banken hohe Kredite, reiste umsonst in Privatflugzeugen und lebte in Luxushotels, ohne die Rechnungen zu begleichen.

Sorokin stammt aus bescheidenen Verhältnissen. Die in Russland geborene Frau war im Alter von 16 Jahren nach Deutschland gezogen und in Eschweiler bei Aachen zur Schule gegangen.

Sie hatte mit Lügengeschichten und gefälschten Dokumenten die New Yorker High Society genarrt - und um Zehntausende Dollar betrogen.

Der Fall hatte über Wochen international für Aufsehen erregt. Medien hatten zuletzt berichtet, dass der Streamingdienst den Fall verfilmen möchte. Auch ein Opfer der Hochstaplerin, die ehemalige "Vanity Fair"-Fotoredakteurin Rachel Williams, verkaufte ihre Geschichte nach eigener Aussage an den Buchverlag Simon & Schuster und an den Sender HBO".

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