Deutsche Post verdient mehr als erwartet

Die Zahlen der Post sehen gut aus doch daheim schwinden die Gewinne bei der Brief und Paketsparte

Gebremst wurde das Wachstum des operativen Ertrags aber durch Investitionen in die Sanierung des Paketgeschäfts. Im Jahr 2020 soll er auf mehr als 5 Milliarden Euro steigen - auch wenn Analysten nicht daran glauben.

Der vorherige Bereich PeP - also Post-eCommerce-Parcel - wurde aufgeteilt in das deutsche Paketgeschäft Post & Paket Deutschland (P&P) und DHL eCommerce Solutions, worin das internationale Paketgeschäft und das E-Commerce-Geschäft angesiedelt sind.

Der Verkauf einer China-Tochter hat der Deutschen Post im ersten Quartal einen Gewinnsprung beschert. Unter dem Strich blieb für die Aktionäre 746 Millionen Euro übrig, ein Zuwachs von 24,3 Prozent.

Der Umsatz legte zu Jahresbeginn im Konzern um 4,1 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro zu, der operative Ertrag (Ebit) kletterte um 28,1 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Erhöhung soll nach dem Plan der Post zum 1. Juli greifen. Für die DHL-Divisionen erwarte man in der Summe einen EBIT-Anstieg auf 3,4 bis 3,5 Milliarden Euro.

Die Deutsche Post hat ihren Umsatz in allen Geschäftsbereichen steigern können.

Während die Post ihren Umsatz in allen Geschäftsbereichen steigern konnte, brach der Gewinn im Heimatgeschäft Post & Paket Deutschland wegen erhöhter Personalkosten und eines Sondereffekts aus dem Vorjahr allerdings deutlich ein. Der hiesige Leitindex stieg um mehr als 1 Prozent. Der Abschluss der Ende 2018 auf den Weg gebrachten Supply-Chain-Partnerschaft mit S.F. Holding in China habe als Treiber zu einem deutlichen Ergebnissprung beigetragen, hieß es in der Mitteilung.

Das Brief- und Paketgeschäft habe denn auch weniger stark zugelegt als vom Markt erhofft, schrieb der Experte Daniel Roeska US-Analysehaus Bernstein Research. Als weitere, leichte Belastung verwiesen die Fachleute Joel Spungin von der Privatbank Berenberg und Christian Obst von der Baader Bank auf die etwas enttäuschende Entwicklung der Barmittel.

So hätten insbesondere die DHL Divisionen positive Ergebnisbeiträge verzeichnet. Hier habe die Deutsche Post von höheren Frachtraten und Währungsgewinnen profitiert. Zum Vergleich: Der Dax gab in den vergangenen fünf Tagen lediglich um rund 2 Prozent nach.

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