Krise - Emirate melden Angriff auf vier Handelsschiffe

Bild zu Sharjah

Insgesamt vier Handelsschiffe unterschiedlicher Herkunft seinen nach Angaben des Außenministeriums "sabotiert" worden.

Aufgrund des Rückzugs der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit Iran und verschärfter Handelssanktionen nehmen die Spannungen in der Region weiter zu. Nun soll es in der Region sogar zu Sabotageakten gegen vier Schiffe gekommen sein. Das Außenministerium in Kairo versicherte den Vereinigten Arabischen Emiraten die Solidarität der ägyptischen Regierung. Es habe jedoch keine Opfer gegeben und es sei kein Öl ausgetreten. Das saudische Aussenministerium sprach von einer "gefährlichen Bedrohung der Sicherheit der Schifffahrt und internationalen Sicherheit", wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA mitteilte.

Frühere Berichte von libanesischen und iranischen Medien, wonach es in einem Hafen der VAE zu Explosionen auf mehreren Öltankern gekommen sei, sollen aber falsch sein.

Verletzte oder "Lecks von schädlichen Chemikalien oder Benzin" habe es bei den Vorfällen im Golf von Oman nicht gegeben, berichtete das Außenministerium der Emirate zuvor. Die Fläche des Emirats ist etwas grösser als der Kanton Uri, es hat eine Bevölkerung von gut 150 000 Personen.

Die Strasse von Hormuz ist die einzige Ein- und Ausfahrt in den Persischen Golf. Das Königreich ist Verbündeter der USA und Erzrivale des Iran, mit dem es um Einfluss in der Region ringt. Das Kriegsschiff "USS Arlington", das unter anderem Marineinfanteristen und Amphibienfahrzeuge an Bord hat, sowie ein Raketenabwehrsystem des Typs Patriot würden in die Region verlegt, hieß es aus Washington. Konkret geht es dabei vor allem darum, trotz amerikanischer Sanktionsdrohungen Handelsbeziehungen mit dem Iran aufrechtzuerhalten. Sollte dies nicht gelingen, könnte der Iran sein im Zuge des Abkommens eingestelltes Programm zum Bau einer Atombombe wieder aufnehmen. Für die Einstellung des Programms hatten die Vertragsstaaten nämlich eine Aufhebung der wirtschaftlichen Isolation des Landes versprochen.

Wegen US-Sanktionsdrohungen machten zuletzt kaum noch ausländische Unternehmen mit Iran Geschäfte.

Der Iran hatte vor wenigen Tagen angekündigt, einige Auflagen aus dem Atomabkommen von 2015 nicht mehr einzuhalten. Die am Abkommenbeteiligten europäischen Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien wisen die Frist in einer gemeinsamen Erklärung ab. Zugleich machten sie aber noch einmal deutlich, dass sie entschlossen sind, den legitimen Handel mit Iran aufrechtzuerhalten, um das Abkommen zu retten.

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