Dortmund sorgt für Titel-Showdown am letzten Spieltag

Borussia Dortmund muss sich fürs Wunder selbst kopieren- Klopps Reds haben es vorgemacht

Kurz vor Ablauf der Bundesliga-Saison 2018/2019 hat Borussia Dortmund am Donnerstag sein Heim-Trikot für die kommende Spielzeit vorgestellt.

Zwei Zentimeter-Aktionen sorgen dafür, dass der FC Bayern die Meisterschaft noch nicht klar machen kann. Das Saisonfinale verspricht Spannung.

Borussia Dortmund hat für einen Titel-Showdown am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga gesorgt. Denn zeitgleich kam der FC Bayern München gegen RB Leipzig nicht über ein torloses Remis hinaus. Der BVB führte gegen den Aufsteiger im eigenen Stadion nach Mario Götzes Tor 3:1. Auch schon 30 Jahre her - aber auf ewig unvergessen. Christian Pulisic, der amerikanische Nationalspieler, wird nach vier Jahren in Dortmund zum FC Chelsea wechseln. "Dafür bin ich sehr dankbar". Kurzfristig musste der BVB am Samstag auch den am Oberschenkel verletzten Stammtorhüter Roman Bürki durch seinen Schweizer Landsmann Marwin Hitz ersetzen.

Der musste in der 20. Minute erstmals hinter sich greifen. Der Düsseldorfer Dodi Lukebakio schoss einen Foulelfmeter am Tor vorbei (59.).

Der BVB fühlte sich dadurch angestachelt, übernahm immer mehr die Initiative, kam mit gekonntem Kurzpassspiel wiederholt gefährlich vor das Düsseldorfer Tor. Das ist so lange her, dass sich vermutlich nicht einmal BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der damals 90 Minuten auf dem Platz stand, daran erinnern wird. Dort am zweiten Pfosten stieg Thomas Delaney hoch und legte den Ball per Kopf quer in die Mitte auf Christian Pulisic, der sich diese Chance auf einen auch für ihn persönlich hochemotionalen Moment nicht entgehen ließ: Zu seinem Abschied beschenkte er nicht nur Borussia Dortmund, sondern auch sich selbst mit einem entschlossenen Kopfball zum 1:0.

Dank eines 3:2-Erfolgs über Fortuna Düsseldorf und eines gleichzeitigen Patzers des FC Bayern in Leipzig ist der BVB weiter im Titelrennen.

Doch dann, zwei Minuten waren gerade erst wieder gespielt, passierte etwas, das nicht passieren durfte. Fortunas Kapitän Fink köpfte nach Flanke von Markus Suttner BVB-Torhüter Marwin Hitz den Ball durch die Beine. Doch ausgerechnet Pulisic, der schon vor einer Woche beim 2:2 in Bremen getroffen hatte, brach den Bann.

Kopf hoch, weiter? Na ja, so einfach war das nicht. Beeindruckt zeigte sich der BVB von dieser kalten Dusche aber nicht.

Beruhigend aber war auch das noch nicht. So einen Fehlschuss vom Punkt sieht man eher selten. In der Folge wurde der BVB dominanter, was noch vor dem Halbzeitpfiff belohnt werden sollte. Die Borussen suchten selten das Risiko, wollten vor allem nichts mehr herschenken. Mit nur noch zehn Spielern - Adam Bodzek hatte in der 82. Minute nach einer üblen Grätsche auf die Hacke von Jadon Sancho berechtigt Rot gesehen - schaffte die Fortuna noch den Anschlusstreffer durch Dawid Kownacki. Schiedsrichter Tobias Stieler zögerte nicht und zückte sofort Rot. Also war Sicherheit nun für die letzten Minuten in Überzahl das oberste Gebot.

Und der Trainer? An Erfahrung mangelt es Favre mit 61 Lebensjahren nicht.

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