Umfang von 60 Milliarden Dollar:China kündigt Zölle auf US-Importe an

U.S. President Donald Trump right chats with Chinese President Xi Jinping during a welcome ceremony at the Great Hall of the People in Beijing. The United States and China are scheduled Thursday

In einem ersten Schritt hatten die USA ihre US-Sonderzölle auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent erhöht. Die Zölle stiegen von bisher 10 auf 25 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hat China davor gewarnt, im Handelsstreit auf Zeit zu spielen. China hoffe, dass die USA im Sinne gegenseitigen Respekts zur bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zurückkehrten. Die USA exportierten 2018 Waren im Wert von 120 Milliarden US-Dollar nach China, die heute schon weitgehend mit "Gegenzöllen" belegt sind.

Diese Strategie gehe aber nicht auf, so der US-Präsident, der sich gewohnt siegessicher gibt: "Das einzige Problem ist, sie wissen, dass ich gewinnen werde. und ein Deal wird für sie viel schlimmer werden, wenn er in meiner zweiten Amtszeit verhandelt werden muss", schrieb er weiter auf Twitter.

China reagierte selbstbewusst und will in "Grundsatzfragen" keine Kompromisse eingehen. "Die Zölle werden von amerikanischen Firmen und Konsumenten bezahlt, nicht von China", sagt David French vom Einzelhandelsverband National Retail Federation in Washington. Auf weitere Waren sollen ebenfalls Strafzölle erhoben werden, allerdings mit niedrigeren Zollsätzen. Man sei kurz davor gewesen, ein "großartiges" Abkommen abzuschließen, dann sei China aber abgesprungen, schrieb Trump am Montagvormittag (Ortszeit) auf Twitter. Sie würden die Zölle, wenn möglich, auf die Preise für die Endverbraucher aufschlagen. Fast alle Ökonomen, die sich in den letzten Wochen zu den Folgen der US-Zölle geäussert haben, halten derlei Behauptungen Trumps allerdings für falsch.

Das Problem ist zudem, dass die Zollgebühren nicht nur fertig verarbeitete Produkte wie Möbel oder Haushaltsgegenstände betreffen, sondern auch viele Zwischenprodukte der verzahnten Wertschöpfungsketten - darunter Stahl, Leder, Gummi und Plastik. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass die Zölle vor allem US-Bürger treffen: Unternehmen, die chinesische Waren importieren, geben die zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an ihre Kunden weiter. Bedroht seien dadurch eine Million Jobs.

Der Handelskonflikt zwischen den Amerika und China hatte sich zuvor weiter hochgeschaukelt. Beide Seiten hätten kein Interesse an einem ausgewachsenen Handelskrieg, der einer "Lose-lose-Situation" gleichkäme und die Wirtschaft beider Länder schwächen würde. So wurden die Zölle auf eine ganze Reihe weiterer chinesischer Importe heraufgesetzt.

Der eskalierende amerikanisch-chinesische Handelskonflikt hat die Anleger an den Aktienmärkten am Montag vergrault. "Wenn die Regierung mehr Druck auf China aufbauen will, sollte sie eine multinationale Koalition mit unseren Alliierten schmieden, die unsere Bedenken teilen".

Die Unsicherheiten durch die Handelsstreitigkeiten mit den USA dämpfen auch die Weltkonjunktur. Auch angedrohten US-Zölle auf Fahrzeuge und Fahrzeugteile seien ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft, so Lang. Die Farmer "verlieren die Geduld", mahnte etwa Iowas Senatorin Joni Ernst - selbst wenn sie vielleicht gerade keine neue Waschmaschine brauchen.

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