Architektur: Schöpfer der Louvre-Pyramide: I.M. Pei mit 102 Jahren gestorben

Die Gläserne Pyramide im Louvre Der Architekt I.M. Pei ist gestorben

Berühmt wurde der Pritzker-Preisträger unter anderem mit der Gestaltung der Glaspyramide am Louvre in Paris.

I. M. Pei lernte bei Walter Gropius und Marcel Breuer.

Jetzt ist der amerikanisch-chinesische Stararchitekt I.M. Pei im Alter von 102 Jahren gestorben.

Pei wurde am 26. April 1917 im chinesischen Guangzhou (Kanton) geboren. Das bestätigte sein Büro am Donnerstag. Später wurde er selbst zur Architektur-Legende, etwa durch die Glaspyramide am Pariser Louvre. Er galt als Vollender der klassischen Moderne, viele seiner Entwürfe basieren auf einfachen geometrischen Formen wie Dreiecken, Würfeln und Pyramiden. Er studierte an der University of Pennsylvania, am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge und an der Harvard Graduate School of Design. Mit der amerikanischen Staatsbürgerschaft in der Tasche schuf Pei städtische Projekte wie das Mile High Center in Denver, Colorado (1955), den neu gestalteten Hyde Park in Chicago (1959) und den Place Ville-Marie in Montreal (1965). Trotz all ihrer Ecken und Kanten strahlen Peis Bauten keine Härte, sondern elegante Stabilität aus.

Nach Anfängen beim New Yorker Unternehmen "Webb & Knapp" eröffnete er dort seine eigene Firma "I". Er entwarf unter anderem die Bibliothek für den ermordeten Präsidenten John F. Kennedy in Boston, den Erweiterungsbau der Nationalgalerie in Washington, den 72-stöckigen Wolkenkratzer der Bank of China in Hongkong und die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland.

Doch nicht alle erkannten sein Talent - die Glaspyramide am Louvre wurde von Kritikern zunächst als "Disneyland-Anbau", als "Akt der Willkür" und "gigantische Spielerei" verschrieen. Seine Frau Eileen Loo kannte er schon aus Studienzeiten, zusammen hatte das Paar drei Söhne und eine Tochter.

Die Pritzker-Preisjury urteilte 1983: "Ieoh Ming Pei hat diesem Jahrhundert einige seiner schönsten Innenräume und äusseren Formen gegeben". In Deutschland kreierte Pei einen 2003 eröffneten Anbau für das Deutsche Historische Museum in Berlin mit einem spiralförmigen Treppenhaus aus Glas und Stahl. Pei wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Century Plaza in Los Angeles, Charles Darwin Centre in Australien, verschiedene Bauten in Indien – Pei schien kaum müde und neuer Ideen und Projekte nicht überdrüssig zu werden.

Womöglich zeigt sich Peis Können aber vor allem in dem Bau, der ihm persönlich am meisten bedeutete: das Miho Museum in der Nähe von Kyoto in Japan.

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