Trump verschiebt Entscheidung über Autozölle - Wirtschaft

US-Präsident Trump

Die Vereinigten Staaten und Kanada heben die von beiden Seiten verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium auf.

Malmström machte umgehend klar, dass die EU sehr wohl bereit sei, ein Handelsabkommen über Industrieprodukte, darunter auch Autos, mit den USA zu verhandeln.

Juni 2018 mit Hinweis auf die nationale Sicherheit der USA Sonderzölle auf Produkte aus den Nachbarländern Kanada und Mexiko erlassen. Zu bedauern sei, "dass die US-Seite Autoimporte nunmehr als Bedrohung der nationalen Sicherheit einstuft". Mit Blick auf die Europäische Union kritisierte Trump bei seinem Auftritt: "Sie haben Handelsbarrieren".

US-Handelsminister Wilbur Ross argumentierte, das Entwicklungspotenzial für Fahrzeugtechnik habe auch eine militärische Dimension. Die Argumentation gilt unter Experten als fadenscheinig.

Laut Trump hatten US-Hersteller 2017 auf dem amerikanischen Automarkt mit 3,7 Millionen in den USA produzierten und verkauften Einheiten nur noch einen Marktanteil von 22 Prozent - 1985 seien es 67 Prozent gewesen. Der Löwenanteil der eingeführten Fahrzeuge kommt aus Japan. Die deutschen Hersteller wären davon besonders hart betroffen. Außerdem haben Hersteller wie VW, Daimler und BMW sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von dort drohen als Vergeltung von Trumps Sonderzöllen gegen Einfuhren aus China weitere Strafmaßnahmen.

Die im vergangenen Jahr von Trump mit Kanada und Mexiko getroffene Vereinbarung soll den Vorgängervertrag Nafta ersetzen, muss aber noch von den Parlamenten aller drei Länder ratifiziert werden, bevor es in Kraft treten kann.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau begrüßte den wechselseitigen Abbau der Strafzölle. Die Parlamentarier hatten erhebliche Vorbehalte, vor allem wegen der Stahlzölle. Dies sei ein "großer Schritt" auf dem Weg zur Ratifzierung des neuen Handelsabkommens USMCA "in den kommenden Wochen", sagte Trudeau auf einer Pressekonferenz in Hamilton.

Neben der Aufhebung der Zölle einigten sich die drei Länder auch darauf, alle Rechtsstreitigkeiten in der Sache beizulegen.

Die USA und Kanada haben ihren Konflikt über Zölle auf Stahl und Aluminium beigelegt. Ausserdem wollen sie wirksam gegen Transitstahl, der etwa aus China kommt und in das jeweils andere Land weitergereicht wird, vorgehen. Stahl- und Aluminiumimporte aus der Türkei werden künftig nur noch mit 25 Prozent statt wie bisher mit 50 Prozent Zoll belegt.

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