Formel-1-Legende Niki Lauda gestorben

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Die Formel 1 hat mit großer Trauer auf den Tod des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda reagiert.

Er wird in Erinnerung bleiben als der unverwüstliche Rennfahrer, der einen Feuerunfall überlebte, als Geschäftsmann, der auch die Tragik kannte, als scharfzüngiger Beobachter. Lauda sei "ein Vorbild für Mut, Disziplin und Geradlinigkeit". Abseits der Öffentlichkeit war er ein liebevoller und fürsorgender Ehemann, Vater und Großvater. "Er wird uns sehr fehlen", hieß es.

Auch die Scuderia trauert um Niki Lauda. Er starb am Montag im Alter von 70 Jahren, wie sein Arzt Walter Klepetko am frühen Dienstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. "Es gibt keine Todesursache. Es war ein langer Prozess, an dessen Ende der Patient gegangen ist", sagte der Mediziner vom Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Niki Lauda war ein Kämpfer, eine Weltmarke. "Niki Lauda hat gekämpft". Er war ein toller Mann.

In einer zweiten Nachricht der Familie äußerte sich auch Laudas engster Kreis ähnlich. "In den letzten zehn Monaten waren wir jede Minute an seiner Seite".

Lauda hinterlässt vier Kinder - zwei aus erster Ehe mit Marlene Knaus und Zwillinge mit Birgit Lauda, geborene Wetzinger, die er 2008 heiratete.

Als Kollege sei Lauda "in den vergangenen sechseinhalb Jahren immer brutal ehrlich gewesen und ebenso loyal". Nach 55 Sekunden wurde Nikolaus Andreas Lauda aus dem Wrack gezogen. Diese sorgen dafür, dass das körpereigene Immunsystem heruntergefahren wird, damit der Körper das transplantierte Organ nicht angreift.

Die Familie gab den Tod Niki Laudas in einer E-Mail in der Nacht auf Dienstag bekannt.

Dort angekommen machte Lauda schnell auf sich aufmerksam. In den Jahren 1975, 1977 und 1984 gewann er jeweils die Weltmeistertitel in der Königsklasse des Rennsports.

Die Lunge des dreifachen Formel-1-Weltmeisters war bereits durch seinen schweren Unfall 1976 auf dem Nürburgring vorgeschädigt.

Nach nur zwei Rennen Pause kehrte er sensationell beim Großen Preis von Italien wieder ins Cockpit zurück und wurde auf Anhieb bester Ferrari-Pilot. Wie etwa 1976, als er am Ende eines hochdramatischen Jahres mit zunächst privatem Traktor- und dann dem Feuer-Unfall den möglichen WM-Titel kampflos aufgab, weil es ihm im abschließenden Regenrennen von Fuji zu gefährlich war. Das sorgte für einen Bruch zwischen Lauda und Ferrari.

Noch während des Kanada GP 1979 entschied sich Lauda spontan zum Rücktritt und reiste überstürzt zurück nach Europa.

Der Dachverband FIA sowie die Rennställe Ferrari, McLaren und Mercedes würdigten Laudas Leistungen und kondolierten seiner Familie. Aus seiner Begeisterung für das Fliegen entwickelte er als Pilot seine eigene Airline. 1988 startete die Airline mit Linienflügen durch.

Neben dem Unfall war eines der großen Traumata in seinem Leben der Absturz einer Lauda-Maschine 1991. Nun ist er mit 70 Jahren gestorben. 2003 übernahm Lauda die Mehrheit an der Aero Lloyd Austria und gründete eine neue Luftlinie, die 2004 Niki bzw. flyniki genannt wurde. Das Team wurde Jahre später von Red Bull übernommen. Von 1996 bis 2017 arbeitete er als Co-Moderator für Formel-1-Übertragungen für RTL.

Wie schon 1995 bei Michael Schumacher, soll Lauda 2012 maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, Lewis Hamilton zu Mercedes zu locken. Diese Frage richtete der 70-Jährige erst Anfang des Monats an seine mittlerweile über 10.000 Instagram-Follower (Stand: 21. Mai 2019).

Hier spricht Niki Lauda über den Malle-Hit Mama Lauda und seine Mutter.

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