Preiskampf in der Branche: Ryanair verdient deutlich weniger - Überregionale Wirtschaft

Wings Media Crew LaudaMotion-Eigentümerin verdiente weniger

Der irische Billigflieger Ryanair hat im Geschäftsjahr bis Ende März einen starken Gewinnrückgang erlitten. "Bis 2024 werden wir 200 Millionen Personen an Bord nehmen", erklärte Ryanair-Chef Michael O Leary im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente der irische Billigflieger Ryanair - seines Zeichens Besitzer von LaudaMotion - 885 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Dublin bekannt gab.

Ohne die Verluste für die übernommene ehemalige Air-Berlin-Tochter Laudamotion hätte der Gewinn nach Steuern bei etwas mehr als einer Milliarde Euro gelegen und damit am unteren Rand der Anfang Januar gesenkten Prognose. Obwohl das Angebot von Europas größter Billig-Airline weiter ausgebaut wird, blicken die Iren mit Vorsicht auf das laufende Geschäftsjahr 2019/20.

Wegen des nach wie vor starken Wettbewerbs in der Branche und des daraus resultierenden Preisdrucks blickt Ryanair vorsichtig auf das laufende Geschäftsjahr. So dürften der Konzernprognose zufolge 153 Millionen Passagiere mit Ryanair fliegen - das wären acht Prozent mehr als im Vorjahr. Dies hänge davon ab, wie stark die Erlöse pro Passagier gesteigert werden könnten. Die Auslastung stieg um einen Prozentpunkt auf 96 Prozent. Vorerst aber bereitet vor allem die anstehende Sommer-Saison der Airline Kopfzerbrechen. Zwar lägen die Buchungen für das erste Halbjahr über denen des entsprechenden Vorjahreszeitraumes, hieß es, doch zahlten die Kunden auch durchschnittlich weniger für ihren Flug. Die Iren gehen davon aus, dass dieser rückläufige Preistrend noch bis zu den Sommermonaten halten wird. Dabei profitiert der Konzern eigenen Aussagen nach auch davon, dass sich die Auslieferung der bestellten Flieger nach den beiden Unglücken mit der Boeing 737 Max verzögert. Der Durchschnittspreis pro Ticket sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um sechs Prozent auf 37 Euro gefallen.

Vor allem gestiegene Treibstoff- und Personalkosten erwiesen sich als Belastung. Zudem belasteten Flugausfälle durch Streiks bei den Fluglotsen. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Ryanair "vorsichtig": Die Fluggesellschaft rechne mit einem Gewinn zwischen 750 und 950 Millionen Euro, allerdings auch mit weiter steigenden Kosten.

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