Ibiza-Video: Heiße Spur führt in Wiener Innenstadt

Johann Gudenus spricht über seine Beweggründe zum Parteiaustritt

Österreichs Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist nach der "Ibiza-Affäre" von allen Ämtern zurückgetreten. Nun gibt es wilde Spekulationen, die ausgerechnet von den handelnden Personen befeuert werden.

Mit dem Ibizagate scheint es für Johann Gudenus aber noch nicht ausgestanden zu sein - er fürchtet offenbar weiteres kompromittierendes Videomaterial.

Der "Presse" erzählte Gudenus, er habe den weiblichen Lockvogel zwei- bis dreimal in Wien gesehen, deren Vertrauten etwas öfter. Nach profil-Recherchen ist er IT-Fachmann und hat eine Spezialausbildung an einer israelischen Sicherheitsakademie durchlaufen.

Quelle damals: ein frustrierter ehemaliger Mitarbeiter der FPÖ-Fraktion, der sich von Strache an den Rand gedrängt gefühlt haben soll.

Der Skandal um das Video hat zu einer schweren Regierungskrise in Österreich geführt.

Der Sicherheitsberater wäre die zweite konkrete Spur zu den möglichen Urhebern des Skandal-Videos.

In Österreich soll derselbe Anwalt laut Presse bereits im Jahre 2015 belastende Bilder, auf denen angeblich Strache bei der Übergabe von Bargeld zu sehen sei, angeboten haben - gegen einen sechsstelligen Betrag. Das sagte der gestürzte FPÖ-Mann Johann Gudenus, der im Ibiza-Video für Heinz-Christian Strache dolmetscht, der Zeitung "die Presse". "Eine Immobilienmaklerin, die mit uns seit Langem befreundet ist, hat angerufen und gesagt: Da interessiert sich jemand für euer Jagdgrundstück", so der Ex-FPÖ-Politiker. Das Grundstück soll Gudenus nach dem Tod seines Vaters, des früheren Abgeordneten und Holocaust-Leugners John Gudenus, 2016 geerbt haben. "Der Anwalt hat dann den weiteren Kontakt gelegt, hat mir bestätigt, dass die Identitäten der Herrschaften echt sind", wird Gudenus weiter zitiert.

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Ebenfalls am Samstag trat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an die Öffentlichkeit, um aufgrund der Affäre vorgezogene Neuwahlen zu verkünden; die vermutlich im September stattfinden werden. Er betreibt den Angaben zufolge eine Detektei in München, hat Wohnadressen in der bayerischen Landeshauptstadt sowie in Wien und in Luxemburg.

Das Magazin sprach jedoch mit H.'s ehemaligen Chef der Detektei in München, Sascha Wandl.

"Das Ibiza-Video trägt genau meine Handschrift". Ich war in diese Sache allerdings nicht involviert. Inzwischen sind keine FPÖ-Politiker mehr Teil der Regierung.

Ein brisantes Video legt nahe, dass er 2017 einer angeblich reichen Russin öffentliche Aufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe in Aussicht gestellt hatte.

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