Stahl: British Steel ist insolvent

Zweitgrößter britischer Stahlkonzern British Steel ist insolvent

Das britische Wirtschaftsministerium wollte die Angelegenheit nicht kommentieren.

In einer kurzfristig anberaumten Debatte im Londoner Unterhaus hatte am Dienstag eine Reihe von Abgeordneten die Regierung für die Schieflage des Stahlkonzerns mitverantwortlich gemacht.

Der zweitgrößte Stahlproduzent in Großbritannien ist insolvent. Oberste Priorität habe der weitere Betrieb der Fabrikstätte Scunthorpe, sagte Insolvenzverwalter David Chapman, nachdem die britische Insolvenzbehörde die Zwangsliquidierung des Unternehmens angeordnet hatte. Ein Konkursverwalter sei als Liquidator bestellt worden, der Geschäftsbetrieb solle vorerst aufrecht erhalten werden. Die Industriestadt zählt zu den Zentren der britischen Stahlerzeugung und liegt rund 290 Kilometer nördlich von London in der Grafschaft Lincolnshire. British Steel muss nunmehr all seine Vermögenswerte verkaufen, damit Schulden beglichen und bis zur kompletten Abwicklung die Angestellten bezahlt werden können.

In einem Brief an die Mitarbeiter hatte der im April ernannte Vorstandschef Gerald Reichmann Probleme eingeräumt. Unterdessen forderten die oppositionelle Labour-Partei und die Gewerkschaften die Unterstützung des Staats, um British Steel zu retten. Gefährdet sind auch 20 000 Jobs bei Zulieferern. In der Region East Midland lag die Arbeitslosenquote zuletzt leicht über dem britischen Durchschnitt.

Der Name British Steel erinnert an den großen britischen Stahlhersteller, der 1967 durch die Verstaatlichung aus kleineren Privatfirmen entstand. Der British Steel-Eigner, die Investmentfirma Greybull Capital, habe die Regierung zunächst um ein Darlehen in Höhe von 75 Millionen Pfund gebeten, den Betrag aber nun auf 30 Millionen Pfund reduziert, erklärte der Insider weiter. Greybull hatte den seinerzeit defizitären Stahlkonzern im Jahr 2016 von Tata Steel übernommen.

British Steel hatte Mitte Mai einen immensen Geldbedarf angemeldet.

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