Audi will mehr Elektroautos anbieten | Wirtschaft

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Die Sportwagen Audi TT und Audi R8 will er auslaufen lassen.

Die hohen Investitionen in die Elektromobilität, Digitalisierung und hochautomatisiertes Fahren sollen durch Einsparungen, aber auch durch einen höheren Geschäftsanteil im oberen Premium-Segment finanziert werden, in dem sich mehr verdienen lässt. Außerdem will Schot stärker als bisher auf Synergien mit den anderen Schwestermarken im Konzern setzen.

Zum Fokussieren gehöre auch das Weglassen, betonte Schot. Nächstes Jahr wolle Audi 16 Hybrid- und Elektromodelle anbieten und ab 2025 jedes Jahr eine Million Elektroautos verkaufen, sagte Schot auf der Hauptversammlung der VW-Tochter in Neckarsulm. "Wir durchkämmen unser Portfolio", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Wenn Schot davon spricht, dass Audi ein bisschen Fett angesetzt habe, hat er aber auch viele Extrawürste und Nischenprodukte für Kunden im Auge, die jetzt eingespart werden.

"Eine Kapitalrendite von 10 Prozent reicht nicht".

Mit dem Volkswagen-Konzern im Rücken will Audi den Wechsel in die Elektromobilität nutzen, um in der Dieselkrise verlorenes Terrain gut zu machen. Aber die EU-Vorschriften verteuerten Verbrenner bald, und steigende Stückzahlen und technischer Fortschritt machten Elektroautos bald günstiger. E-Autos seien noch nicht alltagstauglich, sie "kosten unfassbar viele Arbeitskräfte" und der Abbau der Rohstoffe für die Batterien habe verheerende Folgen. Auch andere Aktionäre warnten vor einem "Weg in die Sackgasse". Schot sagte, er wolle Audi nun "an die Spitze des Wandels im Premiumsegment führen". 2025 solle der Anteil elektrifizierter Autos rund 40 Prozent der Auslieferungen ausmachen. Und damit es auch beim Gewinn stimmt, soll dann "jeder zweite Audi ein SUV sein", sagte Schot.

Laut Schot werde 2019 ein Jahr des Umbaus und des Übergangs für das Unternehmen, welches im vergangenen Jahr und auch im ersten Quartal des laufenden Jahres sinkende Zahlen in Sachen Verkäufe, Umsatz und Ergebnis zu verzeichnen hatte. Er werde die Firma "komplett neu aufstellen", sagte Schot im Interview mit dem manager magazin vor der Hauptversammlung des Unternehmens am Donnerstag.

Fragen nach Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler und gegen einen amtierenden Audi-Vorstand wurden ausweichend beantwortet. Bei individuellem Fehlverhalten oder Kündigungen aus wichtigem Grund soll es einfacher sein, Boni zu streichen oder zurückzufordern.

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