Europa-League - Bernd Leno über Finale in Baku: "Das ist ein Skandal"

Eden Hazard macht sich bald auf den Weg nach Madrid

Siegen für Micki vor dem Fernseher: Wenn der FC Arsenal im Europa-League-Finale auf den FC Chelsea trifft, geht es um mehr als um Fußball und die Rivalität im ersten stadtinternen Endspiel der Europa-League-Geschichte. Für Arsenal wäre ein Sieg in Aserbaidschan eine Premiere. Der Pokal für den Cup der Cupsieger 1994 ist bisher der einzige Europacup-Triumph der "Gunners". Trainer Unai Emery ist Europa-League-Spezialist: Mit dem FC Sevilla gewann er die Trophäe von 2014 bis 2016.

Zahlreiche aus der Bundesliga bekannte Gesichter sind beim Europa-League-Finale dabei. Wichtiger sei, ob Arsenal die Kreise von Eden Hazard einengen kann. "Er ist ein Spieler für entscheidende Momente, wie es sonst nur Messi, Ronaldo, Neymar oder Salah sind. Hazard ist für mich einer der fünf besten Fußballer auf der Welt", meinte Emery über den Belgier.

Chelsea hat in den letzten Jahren deutlich erfolgreicher gearbeitet. Der Wechsel des 28-Jährigen zu Real Madrid soll bald offiziell werden.

Auf Seiten von Arsenal gaben weniger der Zeitpunkt des Finals und die Vorbereitung zu reden als der Austragungsort Baku. Da werde ich bestimmt nicht sagen: 'Ich spiele lieber nicht.' Ich bin heiß darauf zu spielen. Der 30-Jährige hatte mit seiner Familie entschieden, dass das Risiko einer Reise zum Endspiel zu groß sei. "Mein Fokus liegt nur auf dem Finale", versicherte Cech.

Reuters/Scott Heppell Arsenal-Goalie Petr Cech will sich mit einem Titel von der Fußballbühne verabschieden Schicksalsspiel für Sarri? In der Premier League verpasste Arsenal als Fünfter einen Champions-League-Platz. Seine Konzentration liege nur auf dem Europa-League-Finale - einem Spiel, das unter kuriosen Umständen über die Bühne geht. Aufgrund der strapaziösen Anreise für die Anhänger nutzten Arsenal und Chelsea nur etwa die Hälfte ihres Kontingents von jeweils 6000 Karten aus. "Da wäre es schöner, wenn wir mehr Fans dabei hätten", sagte Sarri. Östlicher fand noch nie ein europäisches Endspiel statt.

Doch nicht nur viele Anhänger bleiben daheim, auch Arsenals Henrikh Mkhitaryan verzichtet auf den Trip ans Kaspische Meer. Hintergrund der Absage Mkhitaryans sind Spannungen zwischen seinem Heimatland Armenien und Final-Gastgeber Aserbaidschan. "Ich hätte ihn gern auf dem Platz gesehen, aber in so einer Situation ist es die Entscheidung eines Mannes, nicht eines Spielers, das kann man nur respektieren", erklärte Sarri.

Emery schmerzt der Verlust seines Offensivspielers.

Die UEFA-Wahl für Baku - Leno kann sie nur schwer nachvollziehen: "Solche Entscheidungen sind alles andere als glücklich. Aber es ist nicht wirklich ein Problem der UEFA, sondern eines der Politik", sagte der Arsenal-Betreuer. Chelsea hingegen würde im Erfolgsfall das Ticket des Europa-League-Siegers nicht benötigen, weil der Champions-League-Startplatz über die Meisterschaft gelöst wurde. "Meine Challenge und Zielsetzung hier waren von Anfang an: die Qualifikation für die Champions League und einen Titel gewinnen", sagte Lichtsteiner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. LASK-Präsident Siegmund Gruber kündigte deshalb bereits an, am Mittwoch ein Chelsea-Trikot überzustreifen.

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