Japan: Tote nach Messerattacke auf Schulmädchen

Japan Messerattacke 1

Augenzeugenberichten zufolge soll der Mann geschrien haben: "Ich werde Euch töten". Das Messer ist in Japan die bevorzugte Tatwaffe bei Tötungen, da der Besitz von Schusswaffen streng reguliert ist. Unter den verwundeten Kindern und Erwachsenen gab es auch Schwerverletzte, wie Medien berichteten.

Der mutmaßliche Täter hatte sich demnach in den Hals gestochen und starb später ebenfalls im Krankenhaus. "Alle Amerikaner stehen den Menschen in Japan zur Seite und trauern um die Opfer mit deren Familien". Fast 20 Menschen, die meisten davon Kinder, wurden verletzt.

Der Mann hatte in der Früh an einer Bushaltestelle der Tokioter Nachbarstadt Kawasaki aus unbekanntem Grund mit zwei Messern auf 18 Menschen, davon 16 Schulmädchen, eingestochen. Am Tatort stellte die Polizei zwei Messer in einem Rucksack sicher. Die Schulmädchen gehen zur Caritas-Grundschule, einer privaten Schuleinrichtung in der Stadt Kawasaki, die von einer Organisation katholischer Nonnen im kanadischen Québec finanziert wird.

Ministerpräsident Shinzo Abe wies das Erziehungsministerium an, dafür zu sorgen, dass Kinder in Japan sicher zur Schule gehen können. Bei einem der blutigsten Amokläufe in Japan seit Jahrzehnten hatte ein junger Mann 2016 in einem Behindertenheim 19 wehrlose Menschen erstochen. US-Präsident Donald Trump, der gerade zu Staatsbesuch in Japan war, drückte den Opfern sein Beileid aus.

Das Blutbad schockiert ganz Japan. Zwar gilt die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im internationalen Vergleich als ein Land mit geringer Gewaltkriminalität. Doch haben Übergriffe mit Messern in den vergangenen Jahren in dem asiatischen Inselreich zugenommen.

▶︎2008 hatte ein Mann in Tokio sieben Menschen erstochen. Der Mann wurde später zum Tod verurteilt.

Als Folge dieses Verbrechens wurden die Sicherheitsmaßnahmen an Schulen verstärkt. Das Blutbad ereignete sich am gleichen Tag wie eine Attacke im Jahr 2001, als ein Amokläufer in einer Grundschule in der Stadt Ikeda acht Kinder mit einem Küchenmesser erstach. Viele schließen mit Unterrichtsbeginn die Schultore ab und nutzen Sicherheitskameras. Japans Erziehungsminister Masahiko Shibayama erklärte in Reaktion auf die Bluttat am Dienstag, weitere Maßnahmen seien nötig. So müssten Schulwege gesichert und Informationen über verdächtige Personen ausgetauscht werden.

Related:

Comments

Latest news

HD Graphics Role In Online Slots Explained
Slots still keep the basics from this very first machine but modern technology has turned them into a major form of entertainment. Considering that the first slot was invented back in 1895, it’s not surprising that things have come a long way since then.

Thunberg und Schwarzenegger bei Klimakonferenz in Wien
Sie zeigte sich überzeugt davon, dass die Menschen gar nicht wüssten, in welch einer Gefahr sie sich befinden. Exklusiv hat Lisa Gadenstätter für "Magazin 1" mit Greta Thunberg und Arnold Schwarzenegger gesprochen.

Mount Everest: Wieder ein Todesfall - der elfte dieser Saison
Nächstes Bergsteiger-Drama am Mount Everest! Sehen Sie hier die modischen Highlights vom roten Teppich aus Frankreich. Der 39-Jährige war Teil eines achtköpfigen irischen Kletterteams, das versuchte, den Mount Everest zu erklimmen.

LIVE: Van der Bellen enthebt Regierung ihres Amtes
Die Berufung eines Übergangs-Kanzlers und einer Experten-Regierung werde dann im Nationalrat erfolgen, kündigte Van der Bellen an. Die Bestellung einer neuen Bundesregierung sei "keine Angelegenheit, die man leichtfertig und überhastet angehen darf".

Verletzt beim Fußballspielen: Pietro Lombardi musste ins Krankenhaus!
Pietro nimmt's wie immer wie ein Mann und mit Humor, und singt seinen Fans mit Schiene heute schon wieder ein Ständchen. Scheinbar wurden Pietros Schmerzen so schlimm, dass er medizinische Hilfe benötigte: "Ab ins Krankenhaus ".

Other news