Berlin - US-Investor KKR verhandelt über Einstieg bei Axel Springer

Mathias Döpfner CEO von Axel Springer

Friede Springer hat vor kurzem ihre Machtposition im Konzern gestärkt.

Die Aussicht auf einen Einstieg des US-Finanzinvestors Kohlberg Kravis Roberts (KKR) beflügeln die Aktien des Medienkonzerns Axel Springer. Inc. zusammen mit Beteiligungsgesellschaften von Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner ein Kaufangebot für die restlichen Springer-Aktien vorlegten.

Anleger hatten euphorisch auf den Bloomberg-Bericht reagiert: Der Aktienkurs von Springer war im späten Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um knapp 16 Prozent zum Schlusskurs im Xetra-Handel hochgesprungen.

Die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik und mehrere Mitglieder der Springer-Familie halten zusammen die Mehrheit an dem unter anderem für das Boulevardblatt "Bild" bekannten Konzern. Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, kontrolliert den Medienkonzern, der zuletzt das Digitalgeschäft stark ausgebaut hat.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Axel Springer angesichts von Gesprächen mit KKR über eine strategische Beteiligung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Dazu kommt ein direkt gehaltener Anteil von 5,1 Prozent.

Wie Axel Sven Springer (7,36 Prozent) und Ariane Springer (2,36 Prozent) mit ihren Anteilen im Falle des Übernahmeangebots umgehen würden, geht aus der Verlagsmitteilung nicht hervor.

Demnach wird erwogen, dass KKR eine strategische Beteiligung an Springer eingehen würde, so das Unternehmen.

Laut Bloomberg prüft KKR, das Unternehmen nach einer Übernahme von der Börse zu nehmen. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte auf Anfrage, dass die Verhandlungen ohne die übrigen Familienmitglieder geführt würden. Dazu gab es keine Aussagen. Mit der Sondierung dieser Transaktion verfolge der Vorstand seine Wachstumsstrategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes, heißt es weiter in der Mitteilung.

KKR hat bereits Erfahrung im deutschen Mediensektor. Die Papiere legten im Verlauf des Feiertagshandels um bis zu 20,8 Prozent auf 54,50 Euro zu. Der Bereich mit Produkten wie Business Insider und dem Jobportal Stepstone erwirtschaftete im vergangenen Jahr bereits 71 Prozent der Umsätze.

Springer versucht, mit Online-Nachrichtenangeboten die schwächelnde Entwicklung bei Printmedien auszugleichen.

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