EU: Ende der Zeitumstellung nicht in Sicht

Zeitumstellung: Kann die EU sich nicht an ihren Zeitplan halten?

Das geht vielen EU-Staaten allerdings zu schnell: Sie warnen vor einem innereuropäischen Zeitzonen-Flickenteppich.

Das Ende der halbjährlichen Zeitumstellung in der EU ist nicht absehbar. Am Donnerstag wollen die EU-Verkehrsminister, die für die Zeitumstellung verantwortlich sind, darüber diskutieren.

Die EU-Kommission hatte im Sommer vorgeschlagen, die Zeitumstellung in der EU schon 2019 abzuschaffen.

Das Problem: Wesentlich schwieriger als eine gemeinsame Beendigung des Zeitwechsels ist die von jedem Mitgliedstaat zu treffende Festlegung, ob auf seinem Territorium künftig dauerhaft Sommer- und Winterzeit gelten soll. Wäre dauerhaft Sommerzeit die Standardzeit, so wie es viele Bürger etwa in Deutschland erhoffen, wäre es zum Beispiel in Spanien im Winter bis kurz vor zehn Uhr morgens dunkel.

Derzeit gibt es im EU-Raum vier Zeitzonen, von denen eine, die Azores Standard Time, aber nur für die im Atlantik liegenden und zu Portugal gehörenden Azoren gilt (von der deutschen Normalzeit/Winterzeit müssen Sie 2 Stunden abziehen, um auf die Azores Standard Time zu kommen). Mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) waren für die Abschaffung. Doch bevor dies umgesetzt wird, muss sich das Parlament mit den EU-Staaten auf eine Linie einigen. Die Mitgliedsstaaten benötigten mehr Zeit, heißt es in einem Dokument der EU-Ratspräsidentschaft. Auch hätten bislang nur wenige EU-Länder ihre nationale Position dargelegt.

Die Staaten müssten noch, heißt es, Konsultationen in der Regierung, mit Interessengruppen, Bürgern und Nachbarstaaten abschließen, bevor sie sich positionierten. Anschließend müsste dann mit dem Parlament verhandelt werden.

In Deutschland ist Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für das Thema Zeitumstellung zuständig. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten allerdings, das Thema sei von der Tagesordnung genommen worden. Die Bundesregierung habe außerdem noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob in Deutschland künftig dauerhaft die Sommerzeit oder die Winterzeit gelten solle. Laut ZDF-Politbarometer votieren die meisten Deutschen für eine dauerhafte Beibehaltung der Sommerzeit.

Hätte in Deutschland schon 2019 "ewige Sommerzeit" gegolten, wäre die Sonne am 1. Januar beispielsweise in Frankfurt/Main erst um 9.24 Uhr auf-, aber auch erst gegen 17.30 Uhr untergegangen. Dafür würde sie bereits um 4.20 Uhr aufgehen.

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