Medienbericht zu Cum-Ex-Geschäften: Justiz nimmt Deutsche Bank ins Visier

Cum-Ex ist einer der größten Steuerskandale Deutschlands Haben hochrangige Manager der Deutschen Bank etwas damit zu tun

Wegen möglicher Beteiligung an "Cum-Ex"-Geschäften sind nach Recherchen von WDR, NDR und SZ der Vize-Chef und Ex-Vorstände der Deutschen Bank im Visier der Strafverfolger". Die Bank bestreitet jegliches gesetzwidriges Verhalten.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ihre Untersuchungen im größten deutschen Steuerskandal nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR drastisch ausgeweitet. Betroffen hiervon ist unter anderem die Deutsche Bank.

Zu den Verdächtigen zählen laut dem Bericht Vize-Vorstandschef Garth Ritchie und mindestens zwei frühere Vorstandsmitglieder, darunter Ex-Bankchef Josef Ackermann. Die Anwaltskanzlei, die ihn generell vertritt, und Ackermann selbst wollten sich nicht dazu äußern. Die Deutsche Bank äußerte sich nicht zu Ritchie. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt bereits seit 2017 wegen Cum-Ex-Geschäften früherer Bankkunden gegen zwei Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank. "Das ist ein übliches Vorgehen, und die Staatsanwaltschaft ist so auch bei anderen Banken verfahren", erklärte die Deutsche Bank auf Anfrage. "Die Bank geht nicht davon aus, dass diese prozessuale Maßnahme auf einer geänderten Einschätzung durch die Staatsanwaltschaft beruht", so der Sprecher.

Investor A ist Anteilseigner eines Großkonzerns. Dadurch sind dem Staat in Deutschland laut Bundesfinanzministerium mehr als fünf Milliarden Euro entgangen.

Hinter Cum-Ex verbergen sich Aktiengeschäfte, die einem Verwirrspiel gleichen. Mehrere Kronzeugen haben diesen Griff in die Staatskasse zugegeben. Im Sommer 2009 war eine Hochphase von Cum-Ex-Geschäften. Demnach wurde bei mehreren großen internationalen Geldinstituten, darunter auch der Deutschen Bank, gegen zahlreiche neue Verdächtige ermittelt.

Bei Cum-Ex ließen sich Anleger einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mithilfe ihrer Bank mindestens zweimal erstatten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Juni 2019 um 20:00 Uhr. Das gilt möglicherweise auch für die Deutsche Bank.

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