VW fordert mehr politisches Engagement für E-Mobilität

E-Autos VW baut Ladesäulen in Europa

Europaweit 36.000 weitere Ladepunkte will der Konzern bis 2025 markenübergreifend an Standorten und im Händlernetz installieren.

Der Volkswagen-Konzern hat sich die Elektromobilität groß auf die Fahnen geschrieben. 250 Millionen Euro nimmt allein der Konzern zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos seiner Mitarbeiter in die Hand, wie es in einer Mitteilung aus Wolfsburg heißt. "Die Ladeinfrastruktur wird immer mehr zum entscheidenden Faktor für den schnellen Durchbruch der E-Mobilität in Deutschland", betonte Ulbrich.

Nach Schätzungen von Volkswagen werden künftig rund 70 Prozent aller Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden. An den Volkswagen Standorten baut die Marke bundesweit insgesamt rund 4000 Ladepunkte für Mitarbeiter auf, von denen viele frei zugänglich sein werden.

Darüber hinaus will Volkswagen künftig beispielsweise mit Einzelhandelsketten kooperieren, damit Kunden ihr E-Auto auch während des Einkaufs laden können. Tesco in Großbritannien hat den Anfang gemacht, weitere Handelsketten sollen folgen. Der ID.31 kann je nach Ausstattung mit 100 bis 125 Kilowatt an einer Schnellladestation laden. Gemeinsam mit Industriepartnern will VW zudem unter der Dachmarke Ionity bis 2020 in ganz Europa 400 Schnellladestationen mit bis zu 2400 Ladepunkten an Fernstraßen und Autobahnen errichten.

Er erinnerte daran, dass laut Koalitionsvertrag bis 2020 allein in Deutschland mehr als 100.000 zusätzliche öffentliche Ladepunkte geplant seien. Davon existiere bisher erst ein Bruchteil. Der Ausbau der Elektro-Infrastruktur müsse in den nächsten Monaten deutlich beschleunigt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Nach Ansicht Ulbrichs habe die Elektromobilität in Deutschland "das Potenzial, zu einer echten Erfolgsgeschichte zu werden".

Volkswagen hat seine Forderung nach einem stärkeren Engagement der Politik bei Ladestationen für E-Autos bekräftigt. "Wenn Wirtschaft und Politik ihre Kräfte bündeln, können wir die Herausforderungen bei der Ladeinfrastruktur sehr schnell bewältigen", so Ulbrich.

Related:

Comments

Latest news

Analytics: Google kauft das Startup Looker für 2,6 Milliarden Dollar
Wie Google-Mutterkonzern Alphabet in einer Mitteilung verlauten lässt, will man Looker in Googles Cloud-Sparte integrieren. Das Startup für Business Intelligence und Big-Data-Analyse hat insgesamt 280 Millionen US-Dollar Risikokapital erhalten.

NASA will Internationale Raumstation für Touristen öffnen
Der amerikanische Multimillionär flog im April 2001 zur Weltraumstation ISS und war der erste Weltraumtourist überhaupt. Die Gesamtkosten für Aufbau und Betrieb belaufen sich nach Schätzungen bereits auf deutlich über 100 Milliarden Dollar.

Drogenpäckchen untergeschoben?:Journalist wirft russischer Polizei Folter vor
Außerdem seien in der Wohnung des 36-Jährigen Päckchen mit einer "pulvrigen Substanz" und eine Waage entdeckt worden. Der Polizei zufolge waren bei Golunow Kokain und die als Aufputschmittel missbrauchte Substanz Mephedron gefunden.

D-Day-Feiern: Angela Merkel traf Donald Trump für 20 Minuten
Am Donnerstag hielt die Bundeskanzlerin eine Ansprache vor den Absolventen der Eliteuniversität Harvard in Cambridge bei Boston. Laut dem Weißen Haus wollen die beiden ihre Gespräche beim G20-Gipfel Ende des Monats im japanischen Osaka fortsetzen.

Angela Merkel verzichtet auf Sommerinterviews im TV
Jedes Jahr in den warmen Monaten absolvierte Kanzlerin Angela Merkel die obligatorischen "Sommerinterviews" fürs TV. Auch das ARD-Hauptstadtstudio teilte mit, Merkel sei vor längerer Zeit für ein Sommerinterview angefragt worden.

Other news