Sudan - Äthiopischer Ministerpräsident zu Vermittlungsmission eingetroffen

Straßenbarrikade im sudanesischen Omdurman

Sie erklärte, der Protest werde so lange andauern, bis das Militär die Macht an eine zivile Regierung übertrage.

Sicherheitskräfte nahmen am Sonntag Dutzende Oppositionsanhänger fest. Flughafenmitarbeiter sowie Angestellte der sudanesischen Zentralbank seien abgeführt worden, sagten ihre Kollegen der Deutschen Presse-Agentur.

Der am Sonntag begonnene landesweite Streik folgte auf die mutmassliche Festnahme zweier Oppositionsführer. (Bild: KEYSTONE/EPA/MARWAN ALI) Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed (m) ist am Freitag zu einer Vermittlungsmission in Khartum eingetroffen. Die Berichte, die auf ungenannten Quellen basierten, liessen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. Er versucht zwischen der Militärführung und der Opposition zu vermitteln.

Oppositionspolitiker Esmat und Rebellenführer Jalab von der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung Nord (SPLM-N) sind hochrangige Mitglieder des Protestbündnisses Allianz für Freiheit und Wandel und hatten beide an den Gesprächen mit Abiy teilgenommen. Am Freitag kam er mit Vertretern beider Konfliktparteien in getrennten Sitzungen zusammen und rief sie dazu auf, rasch Maßnahmen für einen demokratischen und versöhnlichen Übergang einzuleiten.

Der herrschende Militärrat hatte am Montag in Khartum Blockaden von tausenden Demonstranten rund um das Armee-Hauptquartier gewaltsam räumen lassen.

Nach Angaben eines Ärzteverbandes wurden dabei mehr als 100 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt. Das sudanesische Gesundheitsministerium gab die Zahl der Toten mit 61 an. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste vorausgegangen.

Seit Tagen sind die Straßen in Khartum und der Stadt Omdurman am gegenüberliegenden Nil-Ufer wie leergefegt. Das Geschäftszentrum von Khartum blieb heute geschlossen, ebenso die meisten Geschäfte und Märkte in Omdurman. Demonstranten hätten auch in Madani Barrikaden aufgebaut, sodass Autos kaum noch durchfahren könnten.

Der Einsatz war der schwerste Gewaltausbruch seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Baschir im April und hatte den Konflikt zwischen Militärregierung und Opposition deutlich verschärft. Die Demonstranten hatten dort seit rund zwei Monaten eine zivile Regierung für das nordostafrikanische Land gefordert. Verhandlungen zwischen der Protestbewegung und dem Militärrat waren jedoch Mitte Mai zum Erliegen gekommen.

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