"Shitstorm": Ärger um zu wenig Klos bei "Rock im Park"

Zahlreiche Besucher des Open-Air-Festivals

Ansonsten blieb es bei den dreitägigen Festivals am Pfingstwochenende mit 75 Bands weitgehend friedlich. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) meldete rund 1400 Einsätze. Das entspreche in etwa dem Niveau das Vorjahres und war nach Angaben eines Sprechers so auch erwartet worden.

Davon gingen 42 auf das Konto einer kleinen Raupe. Die Fälle seien aber allesamt weniger schwerwiegend gewesen und hätten vor Ort behandelt werden können. Musikalisch betrachtet wurde es dabei oft politisch in diesem Jahr - vor allem, wenn deutsche Bands auf der Bühne standen. Die linken Punks von Feine Sahne Fischfilet kritisierten unter Jubel die Migrationspolitik der EU und AfD-Wähler.

Beim gefeierten Auftritt von Adam Angst brüllte das "Rock im Park"-Publikum im Chor "Nazis raus".

Ein Zeichen gegen Hass setzten am Samstag auch das Deutschrap-Duo Marteria und Caspar. Und später: "alle Mittelfinger hoch gegen Rassismus und Faschismus!"

Besucher des Musikfestivals Rock im Park in Nürnberg beklagen zu wenig Toiletten auf dem Festivalgelände. Über die Veranstalter brach wegen der fehlenden Klos ein regelrechter Shitstorm herein.

Die Veranstalter mussten 250 Chemieklos nachbestellen - "aus ganz Deutschland" - und entschuldigten sich für die Unannehmlichkeiten. Besucher machen ihrem Ärger in den sozialen Netzwerken Luft.

Besonders rockten heute die Wikinger "Amon Amarth" mit besonderer Feuershow, "The BossHoss" aber auch die Rapper "BONEZ MC" und "RAF Camora" brachten das Zeppelinfeld zum Beben - obgleich davor eine Diskussion unter den RiP-Besuchern entfacht war, ob Rap wirklich etwas auf einem Rock-Festival zu suchen hat. Eine Online-Petition mit der Forderung nach einer "Rückerstattung eines erheblichen Teils der Ticketpreise" hatte am Sonntagnachmittag mehr als 200 Unterzeichner. Weil es Probleme mit den sanitären Anlagen gab, fielen zahlreiche der 320 Duschen und 130 Wassertoiletten aus.

Die Festival-Veranstalter wehrten sich gegen Vorwürfe, aus Kostengründen an den Toiletten gespart zu haben. Das Unternehmen war am Wochenende zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Einige behielten trotzdem ihren Humor: "Die Veranstaltung wird von Jahr zu Jahr beschissener" und "Das nenn ich mal einen echten Shitstorm", wurde gescherzt.

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