Sara Däbritz grätscht DFB-Frauen gegen Spanien zum Sieg

Macht im ersten Spiel einen unsicheren Eindruck Sara Doorsoun

Die DFB-Elf gewann ihr zweites WM-Spiel glücklich mit 1:0 (1:0) gegen Spanien.

Däbritz (42.) traf mit ihrem Tackling-Treffer aus kurzer Distanz für die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die im Vergleich zum mühsamen Auftaktsieg gegen China (1:0) drei Veränderungen vorgenommen hatte. Ein Anwärter auf den Titel ist das Team noch lange nicht, wie t-online.de-Reporter Noah Platschko weiß. Der Achtelfinal-Einzug ist dem zweimaligen Weltmeister nach zwei Siegen kaum noch zu nehmen.

Gegen die im Vorfeld der WM als Geheimfavorit gehandelten Ibererinnen machte sich das Fehlen von Dzsenifer Marozsan im deutschen Zentrum deutlich bemerkbar. "Mit dem Sieg gegen Spanien sind wir auf einem guten Weg". Die Spielmacherin erlitt im Auftaktspiel gegen China (1:0) einen Zehenbruch und fällt für die gesamte Vorrunde aus. Dank des Erfolgs im Topspiels ist das DFB- Team mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für das Achtelfinale qualifiziert. Teamkollegin Svenja Huth sagte: "Wir sind sehr glücklich, dass wir heute die nächsten drei Punkte eingefahren haben". Neben Marozsan fehlten auch Carolin Simon und Melanie Leupolz in der Startformation. Die erst 17 Jahre alte Lena Oberdorf, Lena Goeßling und Verena Schweers liefen von Beginn an auf. Diese beiden Spanierinnen hatten in der Anfangsphase gleich drei gute Gelegenheiten - allerdings unter Mithilfe der deutschen Hintermannschaft.Der Rekord-Europameister, der sich bei der Endrunde für Olympia 2020 in Tokio qualifizieren will, boten zunächst ein erschreckendes Bild. Die Spanierinnen, die in ihrer ersten Begegnung Probleme mit Südafrika hatten (3:1), bestimmten das Geschehen durch frühes Pressing, sicheres Passspiel und viele Positionswechsel fast nach Belieben.

Die deutsche Defensive offenbarte vor allem im ersten Durchgang allerdings große Schwächen. "Wir haben nicht gut begonnen", sagte Bundestrainerin Voss-Tecklenburg, "in dieser Phase hatten wir wirklich Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind".

Vor allem Spaniens Mittelstürmerin Nahikari Garcia kam durch die daraus resultierenden Umschaltsituationen zu guten Torchancen. Mehr als ein paar gute Ansätze im Offensivspiel über die rechte Seite waren allerdings nicht zu sehen, für echte Chancen reichte es nicht. Nach einem Kopfball von Alexandra Popp drückte die Spielerin des FC Bayern München den Ball im Zweikampf über die Linie. Die Ballsicherheit der deutschen Starspielerin wurde gegen Spanien lange vermisst, erst eine kreative Umstellung brachte mehr Kontrolle: Stürmerin Alexandra Popp rückte ab der zweiten Hälfte auf die Position vor der Abwehr, dort glänzte sie mit ihrer Kopfballstärke.

Im zweiten Spiel der Gruppe A siegte Afrika-Meister Nigeria gegen Südkorea mit 2:0. Das Spiel stand über weite Teile auf der Messers Schneide. Der zweite deutsche Treffer war genauso möglich wie der Ausgleich. Dennoch war Martina Voss-Tecklenburg mit der Steigerung sehr zufrieden: "In der zweiten Hälfte haben wir es sehr gut gemacht".

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