Urteil zum Kükenschreddern: Das Töten von männlichen Küken bleibt erlaubt

Landwirtschaftsministerin Julia klöcker verurteilt Kükenschreddern

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Donnerstag sein Urteil über die Rechtmäßigkeit des massenhaften Kükenschredderns verkündet.

Brutbetriebe dürfen männliche Küken also weiterhin kurz nach der Geburt töten!

Es handelt sich dabei aber um eine Übergangserlaubnis. Wirtschaftliche Interessen seien für sich genommen kein "vernünftiger Grund" für das Töten der männlichen Küken. Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Oliver Krischer, sagte der "Rheinischen Post", dass es schon eine serienreife Technik zur Geschlechtsbestimmung im Ei gebe, die das Schlüpfen und damit auch das Töten männlicher Küken verhindern könne.

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass das millionenfache Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht übergangsweise weiter erlaubt ist.

Die Richter hatten abzuwägen, ob Brutbetrieben die Aufzucht der Tiere wirtschaftlich zuzumuten oder ob das Töten der Küken ethisch vertretbar ist. Männliche Küken sind für die Fleisch- und Eierproduktion ungeeignet. Weil man das Geschlecht bisher erst nach dem Schlüpfen erkennen konnte, werden die männlichen Küken vergast.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte das Kükentöten 2013 per Erlass stoppen wollen. Zwei Brütereien aus NRW klagten dagegen. Hiergegen gingen die Landkreise in Revision.

Und weiter: "Mit insgesamt über acht Millionen Euro fördere ich mit meinem Ministerium daher mehrere Verfahren und Initiativen, die das zukünftig überflüssig machen". Sie sind auf dem Markt, der Verbraucher hat bereits heute die Wahl. Bis Alternativen zur Verfügung stünden, sei die Fortsetzung der Praxis aber noch rechtmäßig.

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